Johnny Logan geht mit Freunden back to the roots und singt auf „The Irish Connection“ Klassiker von der grünen Insel

VERÖFFENTLICHUNG» 04.01.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

Johnny Logan gehört zu den bekanntesten Musikern Europas. Immerhin gewann der irische Sänger und Komponist, der mit wahrem Namen Seán Patrick Michael Sherrard O’Hagan heißt, dreimal den Eurovision Song Contest! 1980 mit „What’s Another Year“, 1987 mit „Hold Me Now“ und 1992 komponierte er den Siegertitel „Why Me“ für Linda Martin. Größte Erfolge als Sänger feierte er neben seiner Heimat Irland vor allem in Großbritannien, in Holland, Deutschland und Dänemark. Und in Dänemark erschien auch zum ersten Mal das Album „The Irish Connection“ – im Jahr 2007.

Mit dieser CD feierte Johnny Logan große Erfolge in ganz Skandinavien. Warum sie jetzt erst in Deutschland erscheint, erschließt sich mir zwar nicht. Aber besser spät als nie. Der „Mr. Grand Prix“ geht nämlich ganz neue, zumindest für deutsche Hörer ungewöhnliche Wege und lässt seine Soft-Pop-Vergangenheit komplett hinter sich. „Back To The Roots“ muss man wohl eher sagen, denn er zeichnet ein schönes Stimmungsbild seiner Heimat.

Die meisten Songs sind irische Klassiker, die jeder kennt. Ich nenne: „The Wild Rover“, „The Fields Of Athenry“, „Dirty Old Town“, „Molly Malone“, „The Irish Rover“ und „Whiskey In The Jar“. Und oh Wunder: Logans Stimme klingt nicht mehr schmachtend-weichgespült, sondern rau und erdig. Zusammen mit den befreundeten Musikern wie H.C. Röder, Michael Sherrard, Jesper Andersen, Pauli Agge Andreasen, Christian Thrane und mit Freunden wie Lars Lilholt (Fiddle) und Henning Jensen (Banjo) legt er ein wunderbar folkiges Album hin.

Alles in allem ist dieses Album ein Beweis für Logans musikalische Vielfalt. Jawoll, der Mann kann mehr als Schlager. Immerhin ging die Geschichte weiter und 2008 erschien „Irishman In America“ mit einer Mischung aus irischen und amerikanischen Folk-Klassikern. Lohnenswert.