Jools Holland feiert „The Golden Age Of Song“ mit einem Staraufgebot

VERÖFFENTLICHUNG» 22.02.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Bereits seit 1992 präsentiert der Musiker und Entertainer die Show „Later with Jools Holland“ – ein Format, das in dieser Form wohl einzigartig ist: Das Vorstellen von bekannten Künstlern und Newcomern. Und zwar nicht einfach als Moderator, sondern stets mit eigenem musikalischen Engagement als Bandleader und Pianist.  Das 20jährige Jubiläum ist ein guter Grund für eine Compilation der ganz besonderen Art. 17 historisch bewährte Songs wurden extra für das Album „The Golden Age Of Song“ in gekonnten Neu-Versionen eingespielt, und das von einem Katalog hochkarätiger Künstler, die das vergangene Jahrzehnt nachhaltig geprägt haben.

So liefert Florence Welsh eine wunderbare Version von Nina Simones „My Baby Just Cares For Me“ und Jessie J. bringt mit Oleta Adams‘ „Get Here“ einen echten Klassiker an den Start. Auch Rumer, die Neuentdeckung des Soft-Jazz-Gesangs, ist mit einer musikalischen Perle vertreten, nämlich mit „Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive“, einer Komposition aus den vierziger Jahren, der sich auch Bing Crosby und Artie Shaw schon angenommen haben. Joss Stone interpretiert ein umwerfendes „Bei mir bist Du schön“, das die Andrew Sisters im Jahre 1938 weltweit bekannt machten, und Simply Red-Mastermind Mick Hucknall intoniert den Duke Ellington-Klassiker „I Got It Bad (And That Ain’t Good)“.

Meine Favoriten sind momentan Paloma Faith mit einer eindringlichen Interpretation von „Something’s Got A Hold On Me“ und der umtriebige Cee Lo Green mit dem Rock’n’Roll-Klassiker „Reet Petite“. Zu guter Letzt darf Jools Holland selbst natürlich nicht fehlen, der mit seinem Rhythm & Blues Orchestra „When You’re Smiling“ eingespielt hat, das von Louis Armstrong geschrieben wurde.

Jools gehört zu den Besten seines Fachs – ohne Frage. Und eine Compilation wie diese, für das sich das Who-is-who der Szene um ihn versammelt, ist ein einzigartiges Dokument seiner Klasse. Musikalisch vielseitig und absolut kultig. Kein Wunder, dass er zu den kulturellen Kronjuwelen Britanniens gehört. Immerhin erhielt er im Juni 2003 von Queen Elizabeth II den „Order of the British Empire“ für seine besonderen Verdienste um die britische Musikindustrie.

  • 01. Paloma Faith – Something’s Got A Hold On Me
  • 02. Rumer – Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive
  • 03. Paolo Nutini – Lovin’ Machine (from the Hootenanny 2009)
  • 04. Joss Stone – Bei Mir Bist Du Schön
  • 05. Jessie J – Get Here
  • 06. James Morrison – A Place In The Sun
  • 07. Amy Winehouse and Paul Weller – Don’t Go To Strangers (from the Hootenanny 2006)
  • 08. Mick Hucknall – I Got It Bad (And That Ain’t Good)
  • 09. Florence Welch – My Baby Just Cares For Me (from the Hootenanny 2009)
  • 10. Caro Emerald  – Mad About The Boy
  • 11. Tom Jones – I’ll Sail My Ship Alone
  • 12. Cee Lo Green – Reet Petite (from the Hootenanny 2010)
  • 13. Gregory Porter – Sweet Country Love Song
  • 14. Paul Weller – September In The Rain
  • 15. Lily Rose Cooper (née Lily Allen) – The Lady Is A Tramp (from the Hootenanny 2008)
  • 16. Ruby Turner – Get Away Jordan
  • 17. Jools Holland and his Rhythm & Blues Orchestra – When You’re Smiling (The Whole World Smiles With You)