Kasabian „48:13“ – Experimentiergeist mit mathematischem Faktor

VERÖFFENTLICHUNG» 06.06.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Kasabian halten sich nicht lange mit Titeln auf. Das Album heißt „48:13“, was seiner Länge in Minuten und Sekunden entspricht. Zweieinhalb Jahre nach ihrem UK-Nummer-1-Album „Velociraptor!“ ist es ihr mittlerweile fünftes Studioalbum, das Gitarrist und Sänger Sergio Pizzorni im Alleingang produziert hat. Und was er da technisch vorlegt, ist absolut ausgereift. Ein Album, das aus der Summe seiner Einzelteile besteht – da passt der mathematische Faktor. „Ich hatte das Gefühl, dass wir das notwendige Selbstbewusstsein haben, um bei diesem Album direkter und ehrlicher zu sein“, erklärt Pizzorno. „Ich habe im Verlauf der Produktion Schichten weg genommen, als wie sonst immer wieder welche hinzu zu fügen.“

Der Experimentiergeist der Band macht sich schon seit zehn Jahren breit und auch diesmal ist es die spannende, Generationen durchziehende Mischung aus Elektronik, HipHop und den Gitarrenklängen der 70er, die das Besondere an Kasabians Musik ausmachen. Wenn auch die Sprechgesang-Elemente stark in den Hintergrund rücken. Der Start mit „bumblebeee“ und „stevie“ ist sogar ausgesprochen rockig. Orgelparts und Retro-Sound inklusive. In entsprechender Lautstärke sind diese Tracks bestens zu genießen und dürften sich zu tanzbaren Konzertklassikern entwickeln.

Sehr stark klingen die Rap-Passagen von „glass“. Darüber hinaus brennt sich der Track aber zusammen mit „explodes“ sehr enervierend in die Ohren. Solche Tracks kann man sich nur mit der passenden Stimmung zu Gemüte führen. „clouds“ aber bietet Britpop vom Feinsten, bevor mit der Single „eez-eh“, dem hymnischen „bow“ und den Gitarrenklängen von „s.p.s. “ das Album zur Zufriedenheit aller ausklingt.

Kasabian zeigen optimistisches Selbstvertrauen, was ihr neues Album angeht. Und das mit Recht. „Ich würde das Album nicht herausrücken, bevor ich nicht diesen Punkt erreicht habe. Ich habe noch nie Angst hinsichtlich des Erfolgs gehabt oder ob die Menschen es mögen werden, denn ich bin selbst derjenige, der am schwersten zufrieden zu stellen ist.“ Das Album kracht ordentlich, ist tanzbar und eignet sich – trotz mancher verträumter Einsprengsel – zum Party machen. Fans werden begeistert sein.

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