Klaus Major Heuser Band – 57 – Moderner Gitarrenpop für Genießer

VERÖFFENTLICHUNG» 26.09.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Auch wenn die Band um Wolfgang Niedecken das Album scheut, wie der Teufel das Weihwasser, gehört „Da capo“ immer noch zu meinen Lieblingsalben von BAP. Die Differenzen zwischen den Haupt-Songwritern Wolfgang Niedecken und Klaus „Major“ Heuser waren bereits damals greifbar, wenn es auch keiner wahr haben wollte: Niedecken sah sich als der deutsche Dylan und richtete auch seine Soloalben in diese Richtung aus, der Major wollte weg von Kölschrock und Folk. „Da Capo“ war ein erster Schritt in Richtung Mainstream und gitarrenlastigem Radiopop. Die Trennung Heusers von der Band sollte erst 1999 erfolgen. Seitdem kann er uneingeschränkt seinen eigenen Weg gehen.

Das zweite Solowerk trägt den Titel „57“ und besteht nur aus englischsprachigen Songs, die musikalisch aus der Feder des Majors, textlich von Leadsänger Thomas Heinen stammen. Der Albumtitel ist ein Zahlenspiel aus dem Geburtsdatum (1957) und dem aktuellen Lebensalter des Gitarristen.

Die Songs bewegen sich allesamt im softrockenden Mainstream. Die Titel sind bis auf wenige Ausnahmen ruhig gehalten und schwelgen in entspannten Gitarrenklängen. Der Major trägt seine unvergleichlichen Soli bei und Heinen klingt gesanglich wie Mark Knopfler. So verwundert es auch nicht, dass die souveräne Darbietung bisweilen in Richtung Country und Blues abschweift. Reminiszenzen an Tom Petty und die Eagles kommen da nicht von ungefähr. Auf „The Chance“ darf es dann auch mal phasenweise rockiger werden, während das Finale „Don’t Cross My Way“ und „Up In The Clouds“ das Album mit zwei hervorragenden Blues-Nummern ausklingen lassen.

Major Heuser bringt die Lagerfeueratmosphäre gekonnt ins Wohnzimmer und liefert ein sehr emotionales Album mit ruhigen, eingängigen Songs. Moderner Gitarrenpop für Genießer!

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