Kollegah krönt sich selbst zum „King“

VERÖFFENTLICHUNG» 09.05.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Mit der Veröffentlichung des vierten Studioalbums „King“ hat der deutsch-kanadische Rapper Kollegah alles getan, um seine Krönung vorzubereiten. Entsprechend lesen sich zumindest die Zahlen des ersten Wochenendes: Kollegah erreichte Gold-Status nach nur 48 Stunden, war mit zwanzig Singles in den Media Control Charts vertreten und belegte als erster deutscher Künstler überhaupt die Nr. 1 der globalen Spotify Charts.

Was Kollegah ausmacht, sind seine Rap-Fähigkeiten und sein enormer Wortschatz. Da trennt sich die Spreu vom Weizen und der ernsthafte Rap von der Spaßfraktion. Felix Antoine Blume (so heißt der Gute wirklich) macht sich die deutsche Sprache auf allen erdenklichen Ebenen leichtfertig zu Eigen. Egal ob im nonchalant-humorvollen Plauderton oder in Form hochgestochener, am alltäglichen Sprachgebrauch vorbeiformulierter Schachtelsätze. Seine Sprachverliebtheit ist ein wahrer Genuss für den Hörer

Den Grundstein für seine Karriere legte Kollegah im Jahr 2004 im Internet und unterschrieb kein halbes Jahr später einen Plattenvertrag mit dem Düsseldorfer Indie-Label Selfmade Records. Nach zahlreichen Soloalben feierte Kollegah im vergangenen Jahr seinen bisher größten Erfolg. „Jung, Brutal, Gutaussehend 2“, das zweite gemeinsame Album mit dem Rapperkollegen Farid Bang verkaufte sich in der ersten Woche knapp 80.000 Mal und erlangte binnen kürzester Zeit Goldstatus. Auf dem neuen Release finden sich Features mit Farid, Casper, Genetikk, The Game und Favorite.

Ein Album mit zwanzig HipHop-Songs, das nicht irgendwann langweilig wird, bekommt man nur selten geboten. Kollegah schafft es, den Hörer bei der Stange zu halten. Wer sich dann noch für die CD/DVD-Version entscheidet, bekommt außerdem einen interessanten Einblick in die Entstehung des Albums.

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