Lavatch bieten mit „Mental Deterioration“ besten Math-Rock

VERÖFFENTLICHUNG» 27.09.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Die Underdogs von Lavatch schlagen wieder zu. Mit ihrem dritten Album „Mental Deterioration“ öffnen sich die Kölner mehr dem Southern Rock. Die Reise Richtung Süden steht der Band richtig gut.

Wer jetzt um seine Lieblings-Mathcore bangt, den kann ich beruhigen. „Mental Deterioration“ enthält, wie sein Name verrät, viel Verwirrung, besonders musikalisch. Es ballert Disharmonien und vertrackte Parts, wie wir es von Lavatch gewöhnt sind, aber dezenter und wirkungsvoller als auf „Mammoth Of Cold Souls“. Das Ziel liegt mehr in melancholischen Melodien, die Lavatch fast als düstere Punker entlarven. An manchen Stellen gibt es ein paar Mosh-Parts, um das Ganze aufzulockern. Das neue Konzept funktioniert wunderbar und geht runter wie Öl. „Mental Deterioration“ hat einen ehrlichen Sound und ist keine Plastik-Produktion. Dieses Album wirkt real und energiegeladen und das ist das, was Lavatch mit diesem Album erreichen wollte. Mission geglückt, kann ich nur sagen! Neben dem musikalischen Farbenreichtum bietet Sänger Marco genau die passenden Ansagen. Er kotzt sich aus, was ihm an dieser Welt und seiner Musik-Szene nicht gefällt.

Lavatch haben bisher noch nie enttäuscht und werden es auch bestimmt nie. Wer so schmutzig und ehrlich klingt, spielt mit offenen Karten und darum lieben und schätzen wir sie. Ich hoffe, diese Jungs bleiben am Ball. Irgendwann wird sich diese Arbeit auszahlen! Mehr gibt es nicht zu sagen außer: Kauft euch „Mental Deterioration“!

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