Madeline Juno: „The Unknown“ – akustischer Heartcore bis in die letzte Herzkammer

VERÖFFENTLICHUNG» 07.03.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

Mit 18 Jahren ist Madeline Juno kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ende März geht sie als Support mit Adel Tawil auf Tour, in Kürze darf sie sich bei „Unser Song für Dänemark“ beweisen und so ganz nebenbei erscheint ja auch noch ihr Debütalbum „The Unknown“. Wer sich fragt, ob er schon etwas von dieser begnadeten Stimme gehört hat, sollte an „Fack ju Göhte“ denken, denn diesen Film hat ihr Song „Error“ als zeitloser Popsong veredelt. Das Jahr 2014 hat es in sich für die junge Frau aus dem Schwarzwald, die für viele schon als Stimme einer neuen Generation gilt.

Sie wuchs in einer Musikerfamilie auf. Der Vater ist Schlagzeuger, die Mutter Pianistin. Früh begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben, und stellte mit 14 Jahren die ersten Werke online („Melancholy Heartbeat“). Was folgte, ist die typische Erfolgsgeschichte der Neuzeit: Von Tag zu Tag wuchs die Schar ihrer Fans auf Facebook und anderen Portalen. Schließlich wurde Produzent Dave Roth auf sie aufmerksam. In einer symbiotischen Beziehung schrieben sie zusammen das, was wir heute als Debüt genießen dürfen. Ein Album voller akustischer, gitarrenorientierter Balladen. Gefühlvoll und berührend.

Da findet sich eine Reihe von Ohrwürmern. „Like Lovers Do“ will ich mal nennen. Und „Second Time Around“. Madeline nimmt ihre Gitarre zur Hand und legt unbeschwert los. Es finden sich auch einige durchproduzierte Songs mit großen Arrangements auf dem Album, doch das wäre nicht nötig gewesen. Die junge Songwriterin kann in jedem Moment allein bestehen.

Textlich streift sie die Themen des Erwachsenwerdens. „Sympathy“ beschreibt ein Beziehungsende („You’re like the end of the road, that I regret for walking so long“) – eindringlich und eindeutig. „Same Sky“ hingegen widmet sich der glücklichen Verbundenheit mit einem Menschen. Und „Do It Again“ ruft als Mutmachsong dazu auf, es immer wieder neu zu versuchen. Sprachrohr des Jugendalters? Auf jeden Fall!

16 Stücke in 60 Minuten Albumlänge. Madeline macht keine halben Sachen und ist überzeugt von ihren Songs. Wir hören Balladen und sanfte Popmusik. Keine Ausreißer in rockige Gefilde. Das überlässt sie anderen. Ihr Heart-Core ist fast immer akustischer Natur. Und das macht sie so gut, dass man dem gefühlvollen Output ohne Langeweile eine Stunde lang lauschen kann.

[youtube id=“78q26O1MHWc“ width=“600″ height=“350″]

[amazonButton]Hier kannst Du „The Unknown“ bestellen[/amazonButton]