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Manchester Orchestra: Phantastischer, melancholischer Art-Rock

Manchester Orchestra  •  The Million Masks Of God
Veröffentlichungsdatum: 30.04.2021
Unsere Bewertung: 9 von 9 Punkten

Vier Jahre sind es her, dass die Us-Amerikaner von Manchester Orchestra ihr letztes Album “A Black Mile To The Surface” veröffentlicht haben. Nun erscheint ihr von den Fans lange erwartetes sechstes Studioalbum “The Million Masks Of God”.

Seit ihrer Bandgründung 2004 hat sich ihr Songwriting weiterentwickelt und toppt mit dieser Auskopplung nochmals das viel umjubelte Vorgängeralbum. Will man bei diesem Album von einem Konzeptalbum reden, dann ist es der Umgang mit Verlust und Trauer, der das Grundgerüst bildet. In den Songs werden willkürlich die fünf Phasen der Trauerbewältigung (Leugnen, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz) durchgespielt. Dies ist wohl auch dem Verlust von Robert McDowells Vater geschuldet und wir verdanken der Band durch diesen Verlust ein wahrliches Meisterwerk an zeitgenössischem Art Rock.

“Mein Vater war Musiker und der größte Fan unserer Band, und ich kann mir keinen schmeichelhafteren Weg vorstellen, ihn zu ehren, als ihn in einer Kunstform existieren zu lassen, die er so sehr liebte”, sagt McDowell. “Es war nicht schockierend zu hören, was Andy geschrieben hatte; so wie er schreibt, wird das wirkliche Leben um ihn herum immer einfließen. Für mich geht es in der Geschichte des Albums nicht nur um den Tod der Figur, sondern um das Leben. Es ist unglücklich, aber unvermeidlich: Im Leben passiert der Tod und er passiert für immer. Wir finden heraus, wie wir mit Trauer existieren können, aber Trauer hat die Menschheit nicht getötet. Wir müssen herauszoomen und es als Teil des Lebens sehen. “

 

Musikalisch liegt die Band mit ihrem Stil irgendwo zwischen Sigur Rós, Coldplay und Steven Wilson und immer auch mit einer Prise von Singer/Songwriter-Attitüde. Eine bemerkenswerte und faszinierende Mischung.

“Wir haben das, was wir auf der Black Mile gelernt haben, noch weiter vorangetrieben”, erklärt Hull. “Wenn sich etwas als traditioneller Rocksong am angenehmsten anfühlt, versuchen wir herauszufinden, wie wir daraus etwas machen können, das für uns weniger angenehm ist, das aber tatsächlich besser klingen könnte.” Ich denke, so lange daran zu arbeiten hat den Songs geholfen, sich organisch zu verbinden. Mehrere Songs teilen sich Refrains, Texte verschwinden und kommen immer wieder zurück, und es gibt eine zyklische Verflechtung in allem. Es ist eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung. Eine traumhafte Montage der Lebenserfahrung. “

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