Metallica pflügen sich „Through The Never“!

VERÖFFENTLICHUNG» 20.09.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Metallica ist eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Mit ihren Alben setzte sie im Metal-Genre neue Maßstäbe und eroberte Anfang der 90er Jahre mit „The Black Album“ auch das Mainstream-Publikum. Nach wie vor füllen Metallica Stadien auf der ganzen Welt und haben bereits über 100 Millionen Alben verkauft. Am 3. Oktober kommt „Through The Never“ in die deutschen Kinos, eine 32 Millionen Dollar teure Produktion, in der Regisseur Nimród Antal eine gigantische Konzertperformance mit einem verrückten Trip durch eine apokalyptisch anmutende Stadt im Ausnahmezustand kombiniert. Vor gut zwei Wochen gab es im Berliner Sony Center bereits die grosse Europa-Premiere unter Anwesenheit von Lars Ulrich und Robert Trujillo. Weitere Previews folgen am 26. September ebenfalls in Berlin und ab 2. Oktober in anderen ausgewählten Städten. Insgesamt 36 3D-Kameras liefen mit, als Metallica im August 2012 bei drei Shows in Edmonton und Vancouver auf einer eigens dafür angefertigten Bühne die fünfzehn Songs für den Soundtrack aufnahmen, der vorab als Doppel-CD erscheint. Erstaunlicherweise hat das Quartett im bisherigen Verlauf seiner Karriere erst zwei offizielle Live-Alben veröffentlicht, was nicht nur angesichts der grandiosen Bühnenqualität von Metallica überrascht, sondern „Through The Never“ auch zur Daseinsberechtigung verhilft.

Nach dem von den Fans freudig erregt mitgesungenen Auftakt „The Ecstasy Of Gold“ von Ennio Morricone (aus „Zwei glorreiche Halunken“ von 1966) machen Metallica das, was sie am besten können: Sie schlagen die ganz grosse Metalglocke aus „Creeping Death“, „For Whom The Bell Tolls“, „Fuel“ oder „Ride The Lightning“. Erst „One“ ist die erste kleinere Verschnaufpause. Obwohl es die bei Metallica ja eigentlich gar nicht gibt, lässt man das mit einer Art Prelude als verändertem Intro ausgestattete „Nothing Else Matters“ mal außer Acht. Die überschäumende Stimmung bleibt die gesamten 100 Minuten über deutlich hörbar, etwa bei den Publikumschören während „The Memory Remains“. So lobt James Hetfield in seinen Ansagen auch mehrfach die „Metallica Family“. „And Justice For All“ schießt dabei längenmäßig mit fast zehn Minuten den Vogel ab, bevor das grossartige und selten live gespielte Instrumental „Orion“ aus „Master Of Puppets“ von 1986 den fulminanten Schlusspunkt setzt.

„Through The Never“ ist eine beeindruckende Demonstration von Metallica’s Live-Stärke und die perfekte Einstimmung auf den Kinofilm. Produzent Greg Fidelman hat die Kraft und den enormen Druck, den die Band auf der Bühne entfaltet, wunderbar eingefangen. Im Kino dürften euch dabei die Ohren wegfliegen. So einiges wird wohl auch erst in Verbindung mit den Bildern richtig wirken, zum Beispiel die Pyroeffekte oder die Unterbrechung von „Enter Sandman“. Lars Ulrich hat „Through The Never“ in Berlin schon mal als „kompletten clusterfuck“ (also ein Riesendurcheinander) bezeichnet. Robert Trujillo verriet bei der Gelegenheit übrigens auch gleich, dass die Band an einem neuen Album arbeitet. Man darf also doppelt gespannt sein. Metal Up Your Ass!

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