Michael Bublé bleibt mit seinem aktuellen Album „To Be Loved“ auf vertrautem Terrain

VERÖFFENTLICHUNG» 12.04.2013
BEWERTUNG» 6 / 9
ARTIST»
LABEL»
  bei Amazon bestellen

In den letzten Jahren hat Michael Bublé zwar die Weihnachtzeit musikalisch bereichert, sich aber ansonsten etwas rar gemacht. Inzwischen hat der kanadische Sänger jedoch mit „To Be Loved“ sein aktuelles Album am Start und setzt wieder auf die bereits bewährte Mischung aus neu interpretierten Swing- und Jazzklassikern und Eigenkompositionen.

Bei letzteren hat Michael die Dosis auf immerhin 4 Titel erhöht, darunter die mitreißende Single „It´s A Beautiful Day“ und der gemeinsam mit Bryan Adams geschriebene und performte  Rocktitel „After All“. Der Schwerpunkt liegt aber bei Coverversionen wie „You Make Me Feel So Young“, „Who´s Lovin´ You“ oder „You Got A Friend In Me“, die Michael mit großem Orchester und viel Gefühl interpretiert. Auch „Something Stupid“ wird erneut aus der Mottenkiste gekramt und als nettes, allerdings nicht sehr innovatives Duett mit Reese Witherspoon vorgetragen.

Naturally 7 sind wieder als musikalische Gäste dabei und dürfen bei einigen Titeln  im Background singen. Das hat bei „To Love Somebody“ oder dem titelgebenden „To Be Loved“  viel Charme – wenn man aber weiß, dass die Jungs normalerweise locker eine ganze Big Band ersetzen können, ist es schade, dass beispielsweise „Have I Told You Lately That I Love You“ nicht als A-cappella-Version eingesungen wurde.

Bei „Nevertheless (I´m In Love With You)“ sorgen die Puppini Sisters für den nötigen Schmelz im Hintergrund, und die gesamte Backgroundriege veredelt mit tollem Harmoniegesang die Hymne „I Got It Easy“, die wie die anderen Eigenkompositionen zu den Highlights des Albums gehört. Hier beweist Michael sein Talent, modernen Pop und klassische Jazz-Elemente zu vereinen, was auch bei der Ballade „Close To You“ überzeugend gelingt.

Alles in allem geht es mir mit „To Be Loved“ ähnlich wie mit den Vorgängern: Ich habe das Gefühl, das Michael Bublé aus diesem Album mehr hätte machen können. Der Kanadier scheint sein eigenes Potential sowie das seiner Gäste nie ganz auszuschöpfen und es fehlt mir die musikalische Weiterentwicklung. Wenn man Michael Bublé und seinen Stil mag, ist „To Be Loved“ aber trotzdem ein hörenswertes Werk.

Michael Bublé To Be Loved hier bestellen.


Michael Bublé — To Love Somebody – MyVideo