Mit „Hail Death“ bringen Black Anvil ihren Black Metal, der keine Standardkost ist

VERÖFFENTLICHUNG» 30.05.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Wer hätte gedacht, dass sich die New Yorker von Kill Your Idols vom Hardcore entfernen, um sich in einem neuen Projekt dem Death- und Black Metal zu widmen. Black Anvil war geboren und wurde direkt gut in allen Szenen aufgenommen. War „Time Insults the Mind“ eine Trash-Keule der Marke Bolt Thrower, kamen mit ihrem zweiten Album „Triumvirate“ die ersten Schritte in Richtung Black Metal. Es war eine Hymne an Darkthrone und man merkte der Band hörbar an, dass sie versuchen, ihren Stil zu finden, aber dennoch traditionell klingen wollen.

Vier Jahren nach „Triumvirate“ kommt „Hail Death“ wieder aus dem Hause Relapse Records an die Startlöcher. Diesmal wurde weniger auf Experimentieren oder Stilsuche gesetzt, sondern mehr verfeinert. Die Songs klingen anspruchsvoller und variabler, dabei machen Black Anvil immer noch den bekannten Black Metal ihrer Helden. Direkt im ersten Song „Still Reborn“ fallen die Neuerungen auf. Die Produktion hat in den Gitarren mehr rockigeren, fast punkmäßigen Sound bekommen. Die Riffs, so düster sie klingen, wirken durch den leichteren, klareren Klang etwas persönlicher. Die Stimme von Gary Bennett kratzt und faucht perfekt und fügt sich in ein passendes Gesamtbild. An manchen Stellen gibt es doch noch ein bisschen Groove, der an Crowbar und Down erinnert, um nicht im gleichen Muster zu bleiben. „Seven Stars Unseen“ beginnt mit einem melancholischen Intro, das einfach berührt und fasziniert. Solche Momente gibt es sehr oft auf „Hail Death“. Es sprüht vor Energie und nicht endender Dynamik. Man merkt, dass sie ihren Sound mit diesem Album gefunden haben. Die Songs sind länger, eigener und machen richtig Lust auf mehr. Mit „Next Level Black“ als letzer Track der Platte werden noch mal alle Stärken zusammengegossen und ein Monster aus schweren Gitarrenwänden und Blastbeats losgelassen, das im Laufe immer langsamer und träger wird. Dabei wird der Gesang vom rauchigen Geschrei immer härter und variiert nachher zum Death Metal. Zum Schluss gibt es ein Cover der legendären Rockband Kiss. Wer „Under The Rose“ so frisch und originell in eine Doom-Hymne umkomponiert, verdient Anerkennung.

Black Anvil haben geniales Album geschrieben. Anders lässt es sich nicht beschreiben. Ich hatte lange nicht mehr das Verlangen, mir ein Album so ausdauernd anzuhören und begeistert zu lauschen. Es ist eine Empfehlung für alle Black Metal-Fans, die wieder ein gutes und frisches Album brauchen.

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