Mit Hang zum Pop: „Relations In The Unseen“ von The Intersphere

VERÖFFENTLICHUNG» 07.03.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Mit ihrem dritten Album in nicht einmal vier Jahren zählen The Intersphere zu den Aktiven ihrer Zunft. Ihre Live-Auftritte kommen dabei weder als Headliner noch als Support wie zuletzt für Karnivool zu kurz. Mit starken Instrumentalisten sind sie außerdem eine der ambitioniertesten deutschen Bands und das unterstreichen sie auch mit “Relations In The Unseen”.

Das Gefühl für die richtige Melodie scheint dem Quartett in die Wiege gelegt. Und so sind tolle Refrains wie im titelgebenden Opener garantiert. “Relations In The Unseen” kommt alles andere als schüchtern daher. Was die Instrumentalisierung betrifft, ließe sich eher das Gegenteil behaupten: Ungewohnt dick wird dort aufgetragen inklusive Streichern und choresken Backing Vocals wie in “Out Of Phase”. Dennoch wirken die Stücke nicht überladen. Für die entsprechend aufwändige Produktion zeichnete diesmal Sänger Christoph Hessler selbst verantwortlich.

Die Stärken des Albums liegen aber in seinen Stücken mit Hang zum Pop. Ja, richtig gelesen, Popelemente halten Einzug in die Intersphäre. “Panic Waves” steht hierfür wie kein anderes Stück. Ohne zu fragen setzt es sich in deinem musikalischen Gedächtnis fest. Gleiches gilt für das noch bessere “Walk On Broken Glass”. Gerade diese beiden Songs dürfen auf keinen Fall auf den Setlisten der anstehenden Tour durch deutsche Clubs fehlen. Das Repertoire an live-tauglichen Liedern, aus dem The Intersphere nun für ihre Konzerte schöpfen können, ist bereits groß, denn allein schon der Vorgänger “Hold On, Liberty!” hatte in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Als Mitsing-Favorit inklusive Punk-Anleihen dürfte “The Ghost Of A Chance” dienen. Die dafür nötigen Texte finden sich im aufklappbaren Booklet, das mit Motiven der 50er und 60er Jahre ansprechend illustriert ist. Wirtschaftswunderzeiten hatten eben ihre ganz eigene Ästhetik.

Mal sehen, ob sich die viele Arbeit in Form von unermüdlichem Touren und hohem Output in zählbarem Erfolg niederschlagen wird. Ihr Vorgängeralbum schaffte es auf Platz 63 der deutschen Charts. Das sollte zu toppen sein. Wir wünschen es ihnen.

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