Mit neuem Album in eine andere Richtung – Delta Spirit veröffentlichen „Delta Spirit“

VERÖFFENTLICHUNG» 08.02.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Das erste Mal, dass ich von Delta Spirit gehört habe, war eher ein Zufall. Da habe ich sie live gesehen, bevor ich ihre Musik auf Platte gehört habe. Das Konzert war gut besucht, was wohl vor allem damit zusammen hing, dass die fünf Jungs aus San Diego gerade ihren Song „People C’mon“ in der Serie „Gossip Girl“ platziert hatten. Eins kann ich jedenfalls gleich sagen: Delta Spirit sind eine wirklich gute Live-Band – kraftvoll, laut und treibend. Gut genug, dass ich mir am Merch gleich die CD gekauft habe. Naja… die CD war ok, live waren sie viel, viel besser.

Nun präsentieren Delta Spirit also ihr neues Album – am 08.02. erscheint „Delta Spirit“. Ein Album nach sich selbst benennen Bands ja normalerweise, wenn ihnen beim ersten Album nichts einfällt oder sie sich beim neuen Album ganz neu erfinden wollen. „Wir haben endlich unseren Sound gefunden“, sagt Frontmann Matt Vasquez, und schon wissen wir, worum es hier geht. „Deshalb ist das Album auch selbst betitelt. Es spiegelt unsere Identität wieder und ist das, was wir denken, was Delta Spirit auszeichnet.“ Und tatsächlich hat sich im Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas getan: Mehr Synthies, mehr Samples, mehr Experimente. Der etwas eingeschlafene Sound der letzten beiden Alben wacht wieder auf.

Die erste Single heißt „California“ und riecht nach Frühling. Da geht es dem Thema der Platte folgend um Trennung und Erwachsenwerden und trotzdem bleibt es herzzerreißend optimistisch. „I want you to move to California for yourself“, singt Matt da. Bei Schnee und Kälte in Deutschland möchte man das gleich als Aufforderung verstehen. Mein Lieblingslied der Platte. Ein bisschen mehr Frühling hierzulande wird dem Album trotzdem gut tun. Die langsamen Songs sind mir leider noch immer ein bisschen zu „Americana“, wie man so schön sagt. Ein bisschen zu folkig und dann eben doch wieder ruhig wie auf den letzten Alben. (Außer „Into The Darkness“, das wird bei jedem hören besser.) Die schnelleren Songs, „Tear It Up“, „Idaho“, „Otherside“ und „Money Saves“, gefallen mir dafür aber umso besser. Da spürt man das Potenzial, dass die Song für die Liveshows bieten. Das sollte wieder gut werden. Und laut. Das Album von Delta Spirit macht jedenfalls wieder Lust auf die nächste Tour.