Mumiy Troll veröffentlichen mit „Vladivostok“ ihr erstes englischsprachiges Album!

VERÖFFENTLICHUNG» 28.12.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Das neueste Prachtstück „Vladivostok“ der russischen Band Mumiy Troll ist nun einige Zeit in den Regalen. Zugegeben: Im ersten Moment erscheint es merkwürdig eine russische Rockband auf Englisch zu hören. Jedoch machen vor allem die englischen Interpretationen von alten und neuen Stücken die Scheibe zu einem richtigen Erlebnis. „Fantastica“ geht gut in die Ohren und verleiht einen Ansporn die Boxen des CD-Players weiter aufzudrehen. „Hey Tovarish“ bleibt vor allem durch die Hook und das markante Gitarrenspiel in den Gehörgängen sitzen und entwickelt sich zu einem echten Ohrwurm. „Not Tomorrow“ bildet den Höhepunkt der ersten Hälfte des Albums. Mag die Stimme von Sänger Ilja Lagtenko ziemlich näseln, so passt sie bei diesem Song wie die Faust aufs Auge.

Generell fällt bei Mumiy Troll immer wieder die riesige Musikwand auf, welche die russische Band um jedes ihre Stücke aufbaut und die man durchaus ihr Markenzeichen nennen kann. In der zweiten Hälfte fällt das besonders brachiale „Vladivostok Vacation“ auf: Deftiger Sound, erhobene Stimme und eine wahnsinnig gute Hook – So wollen wir das! Natürlich gibt es auch einige Aussetzer. Da ist zum Beispiel „Sorry Tiger“. Interessanter Name, aber es stellt sich die Frage, ob sich der Song wirklich so nennen darf. Er kommt eher wie eine Schmusekatze daher. Da helfen auch leider alberne, knurrende Laute während der Bridge nichts.

Dennoch: „Vladivostok“ ist und bleibt ein voller Erfolg. Man darf den Russen noch einiges in der Zukunft zutrauen. In diesem Sinne: Nastrowje!