Obits: Bed & Bugs – mit Mitte 40 weiß man, was man tut

VERÖFFENTLICHUNG» 13.09.2013
BEWERTUNG» 6 / 9
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Manche Sachen kann man einfach, wenn man es jahrelang macht. Rick Froberg ist der Sänger und Leadgitarrist von The Obits und schon lange im Geschäft. Als Veteran der Garage-Rock-Szene, mit Bands wie Pitchfork, Drive Like Jehu und Hot Snakes, muss man ihm nichts mehr erzählen. Der Mann ist Mitte 40, der weiß, was er tut.

Seit 2006 ist er nun bei den Obits, gerade ist das dritte Album „Bed & Bugs“ erschienen. Dort zeigen die Wahl-New-Yorker wieder soliden Punk, Garage, oder wie man immer es nennen möchte. Das klingt alles bekannt, aber auf gute Art. Habe ich den Song nicht letztens schon mal irgendwo gehört? Habe ich den nicht irgendwo auf dem iPod?

Nach ein paar Minuten hören, weißt du, was dich erwartet. Jeder, der z.B. die Stooges mag, wird sich hier zu Hause fühlen. Man sollte allerdings auch keine großen Überraschungen erwarten. Das Album ist ein Safe Place – ein sicherer Ort, an dem die Band tun kann, was sie will.

Neben dem Altbekannten lassen die Obits hier und da auch ein paar andere Genres anklingen, aber nie so viel, dass es nicht mehr in die Einheit des Albums passen würde. „This must bedone“ und „This Girl’s Opinion“ öffnen die Tore ein kleinwenig dem Pop, in „Machines“ hört man ein bisschen Psychedelia und „Pettrust“ und „Receptor“ klingen fast ein bisschen soulig.

Bei dem, was sie machen, sind die Obits gut. Ihre Musik gehört auf eine kleine, schrammelige Bühne und sehr laut aufgedreht. Das Album ist gut, aber auch nicht mehr, weil es verpasst, diesen einen Schritt weiterzugehen, der es Spannend macht. Das ist schade. Manchem muss man sich eben auch von den Dingen verabschieden, die man kann und etwas Neues wagen.