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Oceans Of Slumber: Geschlummert wird woanders, aber nicht hier

Oceans Of Slumber  •  Oceans Of Slumber
Veröffentlichungsdatum: 04.09.2020
Unsere Bewertung: 8 von 9 Punkten

Das selbstbetitelte Album ist die fünfte Veröffentlichung (inklusive der EP Blue) von Oceans Of Slumber und bietet bei 71 Minuten Spielzeit auf zwölf Songs eine spannende Reise in die verschiedenen Facetten des zeitgenössischen Progmetals.

Cammie Gilberts Stimme ist so abwechslungsreich, dass sie jedem Song neue Wendungen und Stimmungen verleiht. Da ist die Kolorierung, die an Nightwish erinnert, die Zerbrechlichkeit, die mancherorts eine Affinität zu Tori Amos oder Kate Bush aufweist. Wunderbar wird auch mit Growls als Akzentuierung gearbeitet, wie sie im Progmetal nur noch selten zu finden ist. Musikalisch wird hier opulent aufgefahren, symphonisch-epische Teile, Doomer-Anleihen, Blastbeats, breite Keyboardflächen, scharfe Metalriffs – also alles, was das Progmetalherz begehrt.

“Diese Musik ist introspektiv und ermächtigend”, sagt Dobber. „Wir haben einige der seltsameren Elemente der Vergangenheit entfernt und ersetzten sie durch hymnische und grandiose Klanglandschaften. Wir haben die Dinge optimiert. Wir haben es über die Jahre genossen und auch die anderen Einflüsse, die Cammie und ich haben, zusammengelegt, während ich meine Einflüsse von Nick Cave und Diamanda Galas einbringen durfte! Es ist also alles drin.”

Dieses abwechslungsreiche Album schließt mit dem Cover “Wolf Moon” von Type O Negative, das auch einen Cover-skeptischen Hörer fasziniert, obwohl an verschiedenen Stellen, die eindringlich düstere Stimme von Peter Steele fehlt.

Anspieltipps: Soundtrack To My Last Day, I Mourn These Yellowed Leaves, Wolf Moon

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