Paloma Faith – „A Perfect Contradiction“

VERÖFFENTLICHUNG» 13.06.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Ihre Erfahrungen als Schauspielerin hat Paloma Faith von Anfang an in ihre musikalische Karriere einfließen lassen, und auch mit ihrem dritten Album „A Perfect Contradiction“ inszeniert sich die Britin wieder als Gesamtkunstwerk. Ganz so viel innere Dramatik, wie das eindrucksvolle Cover verspricht, bieten die 11 Songs diesmal allerdings nicht.

Dabei hat sich Paloma für einige Stücke äußerst professionelle Unterstützung geholt. Der allgegenwärtige Pharrell Wiliams etwa sorgte für den funkigen Opener „Can´t Rely On You“, die opulent arrangierte Ballade „Only Love Can Hurt Like This“ stammt aus der Feder von Diane Warren, und Plan B ist als Songwriter und Produzent bei „Other Woman“ mit im Boot. Eigentlich die richtigen Zutaten für großes musikalisches Kino, zumal Paloma auch die stimmlichen Voraussetzungen dafür mitbringt und mit Emotionalität und Vielseitigkeit punktet.

Leider wirken die Songs im Laufe des Albums zunehmend austauschbar; Bläser und Motown-Background-Gesang verlieren irgendwann ihren Reiz. Die Disco-Nummer „Impossible Heart“ sorgt zwar für Abwechslung, ist aber recht platt arrangiert. Mir persönlich fehlen diesmal auch die ganz großen Balladen. „The Bigger You Love (The Harder You Fall)“ und „Love Only Leaves You Lonely“ bieten zwar viel Gefühl, berühren mich jedoch nicht wirklich.

Dennoch ist „A Perfect Contradiction“ kein schlechtes Album, wenn es auch die emotionale Tiefe des Vorgängers „Fall To Grace“ vermissen lässt.  Die Songs der ersten Albumhälfte haben durchaus Hitpotential und Paloma Faith macht als Sängerin durchgehend einen guten Job. Deshalb in der Gesamtwertung immer noch 7 Sterne für eine solide Leistung.

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