Paul Thorn’s neuer Longplayer What The Hell Is Goin‘ On?

VERÖFFENTLICHUNG» 08.06.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Wie man handfesten Heartland-Rock’n’Roll mit der nötigen Prise Gospel-, Blues- und Country-Würze ansetzt, zeigt der ehemalige Profiboxer Paul Thorn im Verlauf seines neuen Longplayers „What The Hell Is Goin‘ On?“. Den Clou der zwölf Tracks bemerkt man dabei erst beim genauen Hinhören oder einem Blick ins Booklet. Thorn covert sich nämlich durch die gesamte Platte und zollt Größen wie Rick Danko („Small Town Talk“), Buddy & Julie Miller („Shelter Me Lord“) oder Allen Toussaint („Wrong Number“) ausgiebig Tribut. Es sind allerdings nicht die ordentlichen Vorlagen, die unaufhaltsam ins Rampenlicht drücken. Vielmehr überzeugt Paul Thorn mit wechselbaren Vocals und ansteckender Spielfreunde.

Nicht nur die fieberhaften Tracks „Jukin‘ „(Big Al Anderson / Shawn Camp / Pat McLaughlin), „Snake Farm“ (Ray Wylie Hubbard) oder der Titeltrack (Elvin Bishop, der bei dem Stück auch als Gast-Gitarrist fungiert) erinnern dabei an einen durch Livemusik beseelten Juke Joint. Thorn verbreitet mit seiner stimmungsgeladenen Hommage ein an Höhepunkten reiches Album, das es schafft, den Vorgänger, „Pimps And Preachers“, zu überrunden.

Paul Thorns Liebeserklärung an andere Songwriter geht im Verlauf von „What The Hell Is Goin‘ On“ perfekt auf. Der 47-Jährige serviert gut durchgerührten Südstaaten-Roots-Rock, der speziell in den heißen Sommermonaten viel Freude bereiten wird.