Pharrell Williams macht nicht nur „Happy“

VERÖFFENTLICHUNG» 03.03.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
ARTIST»
LABEL» ,
  bei Amazon bestellen

Pharrell Williams hat schon für alles produziert, was im Pop-Business Rang und Namen hat: Daft Punk, Kelis, Snoop Dogg, Beyoncé, Justin Timberlake, Mystikal, Jay-Z, N’Sync, Britney Spears, Nelly, Madonna – mit dieserAufzählung könnte man noch lange weiter machen. Doch bis zu seinem eigenen Welthit hat es eine Weile gedauert. 2006 erschien sein erstes Soloalbum „In My Mind“ und 2013 katapultierte ihn ausgerechnet der Soundtrack-Hit zu einem Animationsfilm in die weltweiten Charts.

Aber mal ehrlich: Wer sich von „Happy“ nicht mitreißen lässt, der geht zum Lachen in den Keller. Was für ein genialer Song, der zunächst im Kinofilm „Ich, einfach unverbesserlich 2“ für Furore sorgte und danach einen regelrechten Internet-Hype auslöste, bis zur mitgetanzten und mitgeklatschten 24-Stunden-Nonstop-Version. Der Titel erreichte in neun Ländern die Spitze der Charts, darunter auch in Deutschland und der Schweiz, und wurde 2014 für den Oscar nominiert.

Und nicht nur dieser Hit machte 2013 zum Jahr von Pharrell Williams. Da waren auch das phänomenale „Get Lucky“ im Verbund mit Daft Punk und Robin Thickes „Blurred Lines“. Williams hat ein Stimmvolumen, von dem man einfach nicht mehr los kommt. Da erklingt ein sonorer Barriton – und dann wieder diese durch Mark und Bein gehende Falsettstimme. Zeichen der Zeit erkannt. Es wurde Zeit für das zweite Soloalbum, um den Fans neuen Stoff zu geben.

Natürlich ist „Happy“ vertreten. Doch darüber hinaus glänzt „GIRL“ durch neun weitere, starke Nummern, die den Geist von Motown und modernem, funkigem Soul in sich vereinen. Songs wie „Hunter“, das frappierend an Kool & The Gang erinnert, oder „Gush“, das einem Michael Jackson würdig gewesen wäre.

Pharrell will die Menschen zum Tanzen bringen. Als Kollaborateure hat er sich Miley Cyrus, Justin Timberlake, Daft Punk und Alicia Keys mit ins Boot geholt. Er braucht ihre Stimmen nicht – sie sind höchstens schmückendes Beiwerk. Allein Daft Punk haben „Gust Of Wind“ ihren Stempel aufgedrückt. Alle übrigen Songs sind fest in Pharrells Hand. Leider sind es nur zehn an der Zahl. Zum Glück aber lässt er sich bisweilen auch Zeit und legt mit „Lost Queen“ einen vielseitigen Achtminüter vor, der zweimal gekonnt die Richtung wechselt.

Im vergangenen Monat räumte Pharrell bei den diesjährigen Grammy Awards vier Preise ab – in den Kategorien „Produzent des Jahre“, „Album des Jahres“ (für „Random Access Memories“ von Daft Punk) und „Single des Jahres“ sowie „Beste Performance eines Pop Duos“ (für „Get Lucky“ von Daft Punk). In seiner Karriere wurde er bislang mit sieben Grammys ausgezeichnet – und man darf wetten, dass sich da noch einige hinzu gesellen werden.

[amazonButton]Hier kannst Du „GIRL“ bestellen[/amazonButton]