Pott-Poet Sebel fragt „Wie deutsch kann man sein“

VERÖFFENTLICHUNG» 24.08.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Wenn das kein genialer Einstand ist: Im Ruhrpott hat sich gar die BILD-Zeitung auf Sebel eingeschossen und stilisiert ihn in der Regionalausgabe zum derben Pott-Rocker hoch. Der Musiker aus Wanne-Eickel (Geburtsname: Sebastian Niehoff) hat kein Starschnitt-Gesicht. Er ist eher der Typ, den man abends am Tresen trifft. Seine Lieder sind bodenständig und er findet deutliche Worte.

Da gibt es „Scheiss auf die Disco“ als Ansage gegen überproduziertes Elektronik-Gestampfe, hier versehen mit straighten, rockigen Klängen. Dann der verzweifelte Aufschrei „Wer soll das alles ficken“ und die punkig angehauchte Hymne „Wie deutsch kann man sein“. Sebel nimmt kein Blatt vor den Mund und hört sich immer so an, als hätte er gerade die Gitarre in der Ecke entdeckt und damit begonnen, seine gegenwärtigen Einfälle zu improvisieren.

Die Vergleiche zu Stoppok kommen nicht von ungefähr. Sebel singt rau und erdig. Er macht Musik, die direkt ins Herz dringt. Und die Frage „Wie deutsch kann man sein“ beantwortet er in der nachdenklichen Hymne „Heimat“ gleich selbst. Schaut unbedingt hier rein:

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