PRINCE: Re-Release des Konzeptklassikers “The Rainbow Children”

Prince  •  The Rainbow Children
Veröffentlichungsdatum: 29.05.2020
Unsere Bewertung: 9 von 9 Punkten

Sony Music setzt die Re-rease-Party fort und veröffentlicht ein absolutes Highlight im Schaffen des kleinen, großen PRINCE: “The Rainbow Children”.

„The Rainbow Children“ war das 24. PRINCE-Studioalbum. Es wurde ursprünglich über die Internetpräsenz des Künstlers, den innovativen NPG Music Club, vertrieben und am 20. November 2001 offiziell auf NPG Records veröffentlicht. Es war der erste Longplayer (neben den Werken, die über den NPG Music Club vertrieben wurden), den PRINCE wieder unter seinem bekannten Künstlernamen präsentierte, nachdem er sich 1993 in das Pseudonym “Love Symbol” unbenannt hatte, und der erste Release ohne Vertriebsunterstützung eines Major-Labels. „The Rainbow Children“ ist ein Konzeptalbum mit metaphorisch-utopischer Rahmenhandlung, das sich mit den Themen Spiritualität (Analogien zum öffentlichen Bekenntnis von PRINCE zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas), Sexualität, Liebe und soziales Gewissen (Sklaverei, Rassismus) befasst. Starke Jazz-Einflüsse prägen das Album, die besonders in den Drum-Parts und den Bläser-Sätzen zum Ausdruck kommen. Das Original-Artwork des Albums, Cbai Bayocs Gemälde “The Reine Keis Quintet”, hat bis heute einen Ehrenplatz in den Paisley Park Studios und wird dort im NPG Music Club Room ausgestellt. Einer der Titel aus „The Rainbow Children“, “The Work Pt.1”, wurde damals von Prince als kostenloser Download auf der kontroversen Musiktauschbörse Napster bereitgestellt. Über den NPG Music Club waren die Songs als Downloads oder via Direct-To-Customer-Streaming verfügbar, womit der Superstar seinen Ruf als digitaler Music-Pionier bestätigte.

Dass dem Album keinerlei kommerzielle Überlegungen zugrunde lagen und auch nicht als zwanghaftes Comeback-Album gesehen werden kann, erkennt man an der musikalischen Ausrichtung mit Einflüssen aus den Genres Cool-Jazz und New-Age-Einflüssen und nicht zuletzt auch an der Handlung des Konzepts. Das Album erreichte weder in Deutschland, Österreich oder dem Vereinten Königreich euine Chart-Platzierung. Die Platzierung in den Vereinigten Staaten mit Platz 109 war ebenfalls enttäuschend. Dies bestätigte auch PRINCE’ Saxofonist Najee:

„Solche Platten sind nichts fürs Radio. Das war ihm egal. Seine Musik war sein persönliches Statement.“ […] „Er sang die Parts, die ich spielen sollte. Ich kümmerte mich um die Notation und spielte auf der Flöte das nach, was er sang. Ehrlich gesagt habe ich, als ich die fertige Platte hörte, nicht viel von den Sachen wiedererkannt, die ich gespielt habe. Prince ist wie ein Maler; nur er weiß, wie das fertige Bild aussehen wird.“

Die Kritiken zum Album hatten eine große Spannweite:

„Eine unvergleichliche Produktion, unverhohlene Experimentierlust und eine brillante musikalische Umsetzung fügen sich hier zu einem der gewagtesten und faszinierendsten Alben zusammen, die Prince bisher abgeliefert hat, ganz gleich, wie man zu seinen geheimnisvollen Verneigungen vor Gott steht.“ (Edna Gundersen, USA Today)

“The Rainbow Children ist ein mühseliger Weg durch die Wüste nach diesem berauschenden Wasser, vorausgehend mit einem Freak in der Kanzel, seinen Synthesizern der heiligen Gerechtigkeit schwenkend.“ (Arion Berger, Rolling Stone)

Das Studioalbum „The Rainbow Children“ (2001) ist zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder auf CD erhältlich. „The Rainbow Children“ wird außerdem erstmals auf transparentem Doppel-Vinyl erscheinen. Der limitierten Auflage wird eine „Slipmat“ im Regenbogen-Look als Zugabe beiliegen.

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