Rage Against The Machine und der New-Release des ersten Albums „XX“ – zwanzig Jahre später

VERÖFFENTLICHUNG» 23.11.2012
BEWERTUNG» 9 / 9
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Mit ihrem Debütalbum hatten Rage Against The Machine im Jahr 1992 Großes geschaffen und ein neues Zeitalter eingeläutet: Der harte Sound als Crossover aus Hip-Hop und Heavy Metal traf genau den Nerv der Zeit. Und dahinter stand eine Band, die sich politisch engagierte und für soziale Gerechtigkeit einsetzte. So enthält das Album eine Reihe politischer Statements. Legendär ist auch das Cover, das einen vietnamesischen Mönch zeigt, der sich 1963 in Saigon selbst verbrannte, um gegen die Unterdrückung der buddhistischen Bevölkerung zu protestieren.

Zum 20jährigen Jubiläum erscheint das ursprünglich selbst betitelte Album als „XX“ (der römischen Zahl für 20) neu und enthält massig Bonusmaterial. Zunächst sind da die Livetracks „Bombtrack“, „Bullet In The Head“ und „Take The Power Back“ von den ursprünglichen Single-Veröffentlichungen als Ergänzung zum Originalalbum. Eine zweite CD widmet sich den Original-Demos, inklusive der späteren B-Seiten „Darkness Of Greed“ und „Clear The Lane“. Die klangliche Qualität ist astrein.

Leider liegt mir nur die „Special Edition“ vor, die als Bonus-DVD 30 Minuten voller Musikvideos (die offiziellen: „Killing In The Name“, „Bombtrack“ und „Freedom“) sowie einige Liveclips aus dem Jahr 1992 enthält. Fans sollten sich aber die „Deluxe Box“ zulegen, die auf der Haupt-DVD den Mitschnitt des 2010er Konzerts im Finsbury Park zeigt. Das war der Dank an die britischen Fans, dass „Killing In The Name“ kurz vor Weihnachten 2009 auf Platz 1 der UK-Charts geklettert war.

Alles in allem eine würdige Neuauflage eines Ausnahmealbums. Nur zu toppen, wenn endlich ein neues Album erscheint. Wir warten!