Rea Garvey ist stolz auf seine musikalischen Wurzeln: „Pride“

VERÖFFENTLICHUNG» 02.05.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Rea Garvey war der unumstrittene Kopf seiner Rockband Reamonn, die ihn mit dem Smashhit „Supergirl“ von 0 auf 100 zum Star machte. Und gleichzeitig hat sie ihn musikalisch extrem eingeengt. Das merkt man umso deutlicher, wenn man jetzt seine Soloalben hört. Schon „Can’t Stand The Silence“ war ein äußerst vielseitiges Album. Viele gesangliche Facetten, orchestrale Momente und teils exotische Instrumente – der Sound als Einzelkämpfer ist recht rau und kantig.

Für das zweite Solowerk ließ Rea sich drei Jahre Zeit und er scheint sehr zufrieden zu sein: „Das Album heißt Pride, weil es das ist, was ich fühle, wenn ich es anhöre. Ich bin stolz auf meine Wurzeln und darauf, dass sie nach so vielen Jahren den Weg in meine Musik gefunden haben.“ Und die Wurzeln scheinen weit verzweigt zu sein, denn man hat bisweilen das Gefühl, von Song zu Song ganz unterschiedliche Interpreten zu hören.

Da ist zunächst mal der dunkle Start im Nashville-Sound. „It’s A Good Life“ könnte auch von Meister Cash stammen. Die tiefe Stimme steht Rea sehr gut und klingt zutiefst entspannt. Danach geht der Weg zu den irischen Wurzeln und dem fröhlichen „Can’t Say No“. Viele Balladen, etwas Rock, aber vor allem viel Folk mit den entsprechenden Instrumenten und optimistischer Grundstimmung. Ein Highlight ist zweifellos das Duett mit Heather Nova „All That Matters, das Rea zusammen mit der stimmgewaltigen Kollegin geschrieben hat. Ansonsten wirkt hauptsächlich Keyboarder und Produzent Andy Chatterley als Co-Songwriter mit.

Insgesamt ist die Ausrichtung sehr akustisch. Die wenigen elektronischen Parts („Catch Me When I Fall“) fügen sich perfekt ein und wirken dem Folk-Charakter nicht entgegen. „Pride“ ist ein stimmiges Album, das auch nach einigen Hördurchläufen nichts von seinem Glanz verliert. Es enthält hymnische Melodien, die ins Ohr gehen und dort bleiben, ohne zum Mainstream zu werden. Songs wie „Forgiveness“ und „Candlelight“ leben von ihrer Nachhaltigkeit. Ein gereiftes Werk, das die Ideen des ersten Soloalbums konsequent weiter führt und verbessert.

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