Rebecca Ferguson nach The X Factor mit Debüt Album Heaven

VERÖFFENTLICHUNG» 06.04.2012
BEWERTUNG» 8 / 9
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In Zeiten von Internet und Castingshows erinnern die Karrieren junger Nachwuchsmusiker oftmals an moderne Märchen. So auch die Geschichte der schüchternen Britin Rebecca Ferguson. Die junge Sängerin war bereits zweifache Mutter und führte ein Leben am Rande des Existenzminimums, als ihr 2010 die Teilnahme an der TV-Show  „The X Factor“ den zweiten Platz und in der Folge einen Plattenvertrag und ein unglaublich erfolgreiches Nr.1 Album einbrachte.

„Heaven“ ist allerdings auch unabhängig von dieser berührenden Geschichte ein beeindruckendes Debüt. Rebecca Ferguson hat nicht nur eine einzigartige Soulstimme, sondern auch ein beachtliches Talent fürs Songwriting, und das ganze Album wirkt einfach authentisch. Ob sie nun mit voller Power „Nothing´s Real But Love“ singt oder in „Glitter & Gold“ mahnt: „with all of your gold take care of your soul“, man glaubt ihr jedes Wort.

Musikalisch bietet das Album mal starken Soul mit Bläsersound wie Fairytale (Let Me live My Life This Way), Fighting Suspicions oder „Too Good To Lose“, mal eindringliche und sparsam instrumentierte Balladen wie „Shoulder To Shoulder“ oder „Teach Me How To Be Loved“. In „Mr. Bright Eyes“ hüpft Rebeccas Stimme auch mal recht leichtfüßig durch den Song, passend zur optimistischen Botschaft.

Rebecca Ferguson hat eine Stimme mit Wiedererkennungswert, großes Talent und einen eigenen Stil – für sie könnte das Märchen von der Castingshow als Sprungbrett zur langanhaltenden Karriere  also wirklich wahr werden. Mit „Heaven“ ist ihr zumindest der erste Schritt auf ihrem musikalischen Weg perfekt gelungen.