Reclam Musik Edition – neue Season mit sechs weltbekannten Künstlern

VERÖFFENTLICHUNG» 20.09.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Und weiter geht’s mit der Reclam-CD-Reihe. Ihr wisst schon: Gelbe CDs, die in etwa so aufgemacht sind wie die berühmt-berüchtigten Hefte, die jeder noch aus der Schulzeit kennt. Echte Literatur zum günstigen Preis. Bei der musikalischen Reihe kann man analog sagen: Echte Musik zum günstigen Preis.

Sage und schreibe 33 Silberlinge umfasst die „Reclam Musik Edition“ nun schon. Alles Best-of-Kollektionen, die sich jeweils einem Künstler / einer Band verschrieben haben. Als Grundlage nimmt man dabei eine Greatest-Hits-Scheibe, die bereits in anderer Form erschienen ist. Fans dürfen also nicht auf etwas Neues hoffen. Das Recycling macht aber durchaus Sinn: Es geht darum, das Wichtigste (also die bekannten Hits) in komprimierter Form anzubieten. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, wird sich dann die entsprechenden Alben zulegen. Das macht Sinn.

In Kurzform das Wichtigste zu den sechs neuen Releases der Reihe:

Alan Parsons Project
Der schottische Songwriter Eric Woolfson und der Londoner Toningenieur Alan Parsons gründeten 1975 eines der erfolgreichsten Projekte der Musikszene: The Alan Parsons Project. Insbesondere in Deutschland konnte The Alan Parsons Project mit ihren Konzeptalben große Erfolge feiern. Gleich sechs Alben zwischen 1977 („I Robot“) und 1985 („Vulture Culture“) erreichten die Top 3 der deutschen Charts.

Bill Withers
Erst relativ spät mit über 30 Jahren wurde der Sänger, Gitarrist und Songautor Bill Withers von Booker-T. Jones für die Musikszene entdeckt. Gleich mit der Debut-Single „Ain’t No Sunshine“ gelang ihm in den USA ein Top 3-Hit. In der Folge schrieb er zahlreiche weitere Evergreens.

John Denver
John Denver (1943-1997) war „The Voice of America“ und avancierte mit seinen Country-Pop-Songs zu einem der erfolgreichsten Singer/Songwriter der populären Musikgeschichte. In seiner Karriere nahm er mehr als 300 Songs auf und schrieb zahlreiche zeitlose Klassiker und Evergreens wie „Country Roads“ und „Leaving On A Jet Plane“.

Stevie Ray Vaughan
Stevie Ray Vaughan galt bis zu seinem tragischen Tod bei einem Helikopter-Unfall 1990 als einer der besten Gitarren-Virtuosen seit Jimi Hendrix. Seine Karriere begann acht Jahre zuvor beim Montreux Jazz Festival. Schnell hatte sich in der Musikszene herumgesprochen, dass Stevie Ray Vaughan ein außergewöhnliches Talent sei.

Herbie Hancock
Seit mehr als 50 Jahren veröffentlicht der inzwischen 73-jährige Herbie Hancock Alben. Dabei überschritt er immer wieder musikalische Grenzen. Alben wie „Headhunters“ oder „Future Stock“ erreichten Platinstatus. Für seine Werke erhielt Hancock zwölf Grammys, einen Oscar und unzählige Platzierungen in den Billboard Pop- und Jazzcharts.

Billie Holiday
Billie Holiday war neben Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan eine der bedeutendsten Jazzsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Bei Aufnahmen in den 1930er Jahren, bei denen sie frei improvisierte, entwickelte sie ihren eigenen Stil, der zu ihrem Markenzeichen wurde.

Meine Highlights in dieser Season heißen John Denver und Billie Holiday. Alan Parsons wird man kaum gerecht, wenn man die Alben zur Hitsammlung zerstückelt. Aber jeder wird wohl seine Höhepunkte finden. Alle CDs haben ein 16-seitiges Booklet mit einer vierseitigen Biografie zum jeweiligen Künstler und einer Diskografie mit Kurzinfos zu den Alben und einer Zeitleiste.