Runrig feiern ihren 40. Geburtstag mit der Dreifach-live-CD „Party On The Moor“

VERÖFFENTLICHUNG» 28.03.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Eine Band, die schon seit 40 Jahren existiert – Runrig sind ein Folk-Rock-Phänomen. Gegründet von den Brüdern Rory und Calum McDonald (schottischer geht’s kaum) hat man natürlich viele Höhen und Tiefen erlebt, sich aber konsequent vom gälischen Folk hin zur Rockband entwickelt. Ein entscheidender Einschnitt war sicher der letztendlich erfolglose Wechsel des langjährigen Sängers Donnie Munro in die Politik. Aber darüber muss man eigentlich gar nicht mehr reden, denn mit Bruce Guthro hat man 1998 einen adäquaten Ersatz gefunden, der zwar nicht das Stimmvolumen seines Vorgängers erreicht, ihm aber in punkto Bühnenpräsenz jederzeit das Wasser reichen kann. Der Sänger aus Neuschottland in Kanada war für viele Fans zunächst ein Problem und wurde nicht gerade begeistert aufgenommen. Er hat sich aber in die Herzen der Runrig-Gemeinde gesungen und ist inzwischen ein mehr als würdiger Ersatz.

Fürs 40. Bandjubiläum haben die Bravehearts ein Fest veranstaltet, das in die Bandhistorie eingehen wird. „Party On The Moor“ hieß das Event und es fand am 10. August 2013 in den schottischen Highlands (nahe dem Örtchen Muir of Ord) statt. Bereits im Vorfeld war die Aufregung groß, denn nicht nur sollte das Live-Set die musikalische Entwicklung der Band in all ihren Facetten widerspiegeln, auch der Wunsch der beiden Brüder Calum und Rory Macdonald, noch einmal alle prägenden Weggefährten ihrer Karriere an den Start zu bekommen, sollte in Erfüllung gehen. So kam es bei diesem einmaligen Event zum erstmaligen Aufeinandertreffen der beiden Leadsänger Donnie Munro und Bruce Guthro.

Logisch, dass dieses Ereignis für die Nachwelt festgehalten werden musste. Das Konzert erscheint als 3CD, als 2DVD und im BluRay-Format. Mir liegt nur die Audioversion vor, aber die hat es schon in sich. Die Spannung der Fans, die aus der ganzen Welt angereist waren, ist von Beginn an greifbar. Die Setlist beginnt mit „Only The Brave“ und zieht sich ohne chronologische Ordnung durch alle Epochen. Jeder wird seine Favoriten haben. Bei mir sind es „Dance Called America“, „Every River“, „Skye“ und das unverwüstliche „Loch Lomond“.

Ein großes Orchester, Gastsänger (Julie Fowlis, Duncan Chrisholm) und natürlich der Auftritt von Donnie. Alles wurde gebührend abgefeiert und die Geschichte der Band an einem Abend lebendig. Runrig sind noch lange nicht fertig – das spürt man in der Stimmgewalt und dem Elan des 52jährigen Guthro, der in seiner Heimat auch ein gefeierter Solokünstler ist. Die Schotten verstehen es, ihre Geschichte zu zelebrieren und alle Welt daran teilhaben zu lassen.

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