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rýr – Left Fallow

rýr  •  Left Fallow
Veröffentlichungsdatum: 10.01.2020
Unsere Bewertung: 7 von 9 Punkten

Oft fällt es mir als Rezensent schwer track-by-track-Besprechungen abzuliefern. Vor allem im Post-Rock-/Instrumental-genre ist es typisch, dass sich dabei der gesamteindruck eines Longplayers nicht einstellen mag, wenn man die einzelnen Tracks isoliert betrachtet. Deshalb kann und werde ich auch in der Besprechung des Debütalbums “Left Fallow” der Berliner Band rýr nur auf den Gesamteindruck des Albums eingehen.

Der Bandname kommt aus dem Isländischen und bedeutet soviel wie karg, spärlich, ärmlich, wohl ähnlich der Natur Islands. In Kombination mit dem Albumtitel, der soviel bedeutet, wie ein Stück Land brach liegen zu lassen, ergibt sich schon recht schnell, wie und was den Hörer des Debüts erwarten wird.

Die Postrocker, die ihrem Genre eine gute Portion Metal beimengen, bauen in ihren Songs Landschaften ähnlich denen Islands, der Insel aus Feuer und Eis, auf. Keyboard- und Gitarrenflächen so weit und breit wie die periglazialen Wüsten Islands, Riffs so scharf und schroff wir die Gletscher und explosiv wie die Geysire, blubbernde Sounds wie die toxischen Schwefelfelder und immer die Gefahr eines Vulkanausbruchs im Hinterkopf. So fühlt sich die musikalische Reise durch ein sehr interessantes und für die Band wegweisendes Debütalbum an.

rýr Band