Saint Lu setzt auf ihre Powerstimme und betitelt das neue Album kämpferisch mit „2“

VERÖFFENTLICHUNG» 15.02.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Der vierte Platz, den die „Alpen-Anastacia“ aus Österreich bei der deutschen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest hinlegte, ist ein dickes Ausrufezeichen im Vorfeld der Veröffentlichung ihres zweiten Albums. Ganz selbstbewusst betitelt sie es vier Jahre nach „Saint Lu“ mit der Zahl „2“. Wer über eine solche Stimme verfügt, braucht sich auch nicht mit promo-technischen Feinheiten aufzuhalten.

Saint Lu singt, seit sie acht Jahre alt ist. Damit kann man vielleicht im österreichischen Örtchen Wels nicht viel anfangen, doch sie fand schnell den Weg als Au Pair nach Austin, Texas, und reiste von dort durch die USA. Die musikalischen Einflüsse, die sie mit nach Europa gebracht hat, sind unüberhörbar. Seien es die gitarrenlastige, offensive Einstellung eines Jimi Hendrix, der Esprit von The Who oder die Leidenschaft von Janis Joplin. Kaum zu glauben, dass die Powerfrau, die bürgerlich den sehr bodenständigen Namen Luise Gruber trägt, bei der Castingshow „Starmania“ keine Meriten ernten konnte.

Oft hören wir eine Rockröhre im Stil von Melissa Etheridge, dann wiederum die Eindringlichkeit einer frühen Tina Turner – und auch hinter den Glanzlichtern der Gegenwart wie Adele und Emeli Sandé braucht Saint Lu sich keineswegs zu verstecken. Das Album klingt wie aus einem Guss und wird durchgehend von ihrer Stimmgewalt beherrscht – oft sehr gepresst, aber immer mit der nötigen Reinheit und Energie, um trotzdem absolut sauber zu klingen. Die scharfen Vocals sind ihre stärkste Waffe. Da ist die Messersammlung, die uns vom Albumcover entgegen blitzt, eigentlich obsolet.

Die Stimmung der Tracks schwankt zwischen entspannt und leidenschaftlich. Da sind natürlich der Powersong „Craving“, den Fernsehdeutschland jetzt kennen muss, außerdem die Uptempo-Nummer „The Letter“ und vor allem ihre hochgradig mitreißenden Balladen „Postcard From Hell“ und „Lady Of The Lanterns“. Die Mischung aus Rock, Soul und Blues geht unter die Haut.

Saint_Lu_Promofoto

Dass ihre Songs auch live sehr gut funktionieren, wird Saint Lu auf ihrer Tour im April beweisen.

Neuland Concerts präsentiert:

  • 21.02.13 – Berlin / Quasimodo (Support von Gary Clark Jr.)
  • 22.02.13 – München / Atomic Café (Support von Gary Clark Jr.)
  • 25.02.13 – Bremen / Pier 2 (Support von Slash)
  • 10.04.13 – Stuttgart / Keller Klub
  • 11.04.13 – München / Orangehouse
  • 12.04.13 – Wien (AT) / Szene
  • 14.04.13 – Zürich (CH) / Papiersaal
  • 15.04.13 – Konstanz / Kulturladen
  • 16.04.13 – Frankfurt / Nachtleben
  • 17.04.13 – Köln / Underground
  • 19.04.13 – Cottbus / Gladhouse
  • 20.04.13 – Berlin / Privatclub
  • 21.04.13 – Hannover (Isernhagen) / Bluesgarage
  • 22.04.13 – Hamburg / Indra
  • 23.04.13 – Bochum / Riff
  • 24.04.13 – Bremen / Lagerhaus