Sara Bareilles – The Blessed Unrest: Unterhaltsamer Songwriter-Pop auf hohem Niveau

VERÖFFENTLICHUNG» 23.08.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Mit ihrem „Love Song“ schaffte die Kalifornierin Sara Bareilles vor einigen Jahren ihren Durchbruch. Seitdem zählt sie in ihrer Heimat zu den erfolgreichsten Songwriterinnen und hat ebenso hierzulande zahlreiche Fans. Ihr viertes Studioalbum „The Blessed Unrest“ erreichte in den USA bereits Platz 2 der Charts und steht nun auch bei uns in den Plattenläden.

Wie schon auf den Vorgängern „Little Voice“ und „Kaleidoscope Heart“ überzeugt Sara wieder mit erfrischendem und vielseitigem Songwriter-Pop, wobei sie ihr musikalisches Spektrum nochmal erweitert. So finden sich neben mitreißenden radiotauglichen Popsongs wie „Brave“ und melancholischen Balladen wie „Manhattan“ auf dem neuen Album beispielsweise auch Bigband-Bläser in „Little Black Dress“ oder orientalisch anmutende Harmonien im Refrain von „Hercules“.

Ihre eigentlich eingängigen Melodien lässt Sara gerne mal überraschende Wendungen nehmen, und die Arrangements bewegen sich oft abseits ausgetretener Mainstream-Pfade. „Eden“ etwa ist so ein Stück, das gar nicht in die übliche Songwriter-Schublade passt.  Bei den meisten Titeln ist allerdings immer noch Saras Piano dominierendes Instrument – besonders gut zur Geltung kommt ihr gefühlvolles Spiel in der Hymne „Satellite Call“ und dem atmosphärischen „Islands“.

Meine persönlichen Favoriten sind das beschwingt mit Background-Gesang und Streichern arrangierte „I Choose You“ und das wunderbare „Chasing The Sun“, das aus der Vergänglichkeit symbolisierenden Atmosphäre eines Großstadt-Friedhofs optimistischen Mut zum Leben schöpft. Doch alle anderen Stücke überzeugen auf ihre Weise ebenso und machen aus „The Blessed Unrest“ ein sowohl unterhaltsames als auch anspruchsvolles Pop-Album.