Saxon besinnen sich mit neuem Werk „Sacrifice“ zurück zu ihren Wurzeln

VERÖFFENTLICHUNG» 01.03.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Die Urgesteine des New Wave of British Heavy Metal, bringen mit „Sacrifice“ fast 36 Jahre nach ihrer Gründung ihr 20. Studioalbum raus und scheinen kein bisschen alt… In der gemeinsamen Produktion zwischen Sänger Biff Byford zusammen mit Andy Sneap (Accept) ist zu merken, dass Biff sich an die klassische Hardrock-Ära seiner Band Saxon zurückbesinnen möchte und an Alben wie „Solid Ball Of Rock“ oder „Lionheart“ anknüpfen will. Schade, dass ausgerechnet das Intro „Procession“ zu der geilen Rockscheibe nur dahinplätschert und völlig nichtssagend ist. Mit dem Titelsong startet dann jedoch die Zeitreise und mit dem keltischen Einschlag unterlegte „Made in Belfast“ stampft das Album stark und düster los.

Der Gitarrensound von Paul Quinn und Doug Scarrat erinnert an die frühen 80er, jedoch mit einem modernen Einschlag und frischem Hauch. Das beweist auch das auf Geschwindigkeit ausgelegte „Warriors Of The Road“ und „Guardians Of The Tomb“ mit tollem Gitarrensolo, melodischen Refrains dank Biffs energiegeladener Stimme. Druckvolle Gitarren und Tempiwechsel  sind der Ohrwurm von „Stand Up And Fight“.

Eine richtige Ballade hat das Album zwar nicht, auch wenn „Walking The Steel“ ein langsameres Tempo aufweist. Aber damit beweist Biff, dass das Konzept des Albums mehr Power und weniger Schnick-Schnack zu produzieren aufgegangen ist.

Als Kaufempfehlung möchte ich zumindest die limited edition deluxe Digibook-Version mit Bonus-CD empfehlen. Die Standardversion würde mich enttäuschen mit nur 10 Tracks und einer Laufzeit von nur knapp 40 Minuten. Dafür kommt aber die Bonus-CD mit tollem aufgearbeitetem Material von vergangenen Alben. Das orchestralisch unterlegte „Crusader“ mit extralangem Gitarrensolo ist ein Ohrenschmaus und lässt auf Mehr in der Richtung hoffen. Und wer auf dem neuen Album die Balladen vermisst, der hat mit den acoustic Versionen von „Requiem“ und „Frozen Rainbow“ einen Gänsehaut-Ausgleich! Wenn die Konzerte und Festivalsaison genauso viel Spielfreude wie das Album verspricht, können wir uns auf die kommende Tour freuen!