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Schäfer "Mosaik 127"

Schäfer: erarbeitenswertes Kopfkino aus elektronischen Klanggebilden

Schäfer ist das Soloprojekt des Kölner Musikers Lukas Schäfer. Vom Schlagzeugspielen kommend beschäftigte er sich zunehmend mit elektronischen Klangerzeugern und modularer Synthese. Einen modularen Synthesizer zu beherrschen ist bekanntlich eine Wissenschaft für sich, eine Arbeit, in die sich Schäfer während der Pandemie-Stagnation des Jahres 2020. Mit Mosaik 127 veröffentlicht Schäfer ein Ambient Album, das sich in sinnlicher Dynamik, kontrastierender Tiefe und künstlerischer Eigenständigkeit verliert.

Assoziationsketten und Gedankenspiele bilden sein konzeptionelles Fundament. Es ist ein Mosaik – jedes einzelne Teil ist bedeutsam und hat seinen Ursprung in der Kirche Johannes XXIII. in der Berrenrather Straße 127 in Köln. Die Brutalistenkirche kann getrost als begehbare Skulptur bezeichnet werden. In seiner Mitte entfaltet sich ein riesiger kubisch verzweigter Betonbaum, der von Sichtbetonwänden und Buntglasfenstern begrenzt wird. Hier hallten die Kompositionen von Mosaik 127 zum ersten Mal wider; Schäfer entwarf sie im Hinblick auf die beeindruckende Akustik der Kirche. Hier erkannte der Musiker, dass Ambient Music ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit werden würde. Kurze Zeit später gründete er zusammen mit acht weiteren Musikern aus Köln das Kollektiv Sono für Ambient Music und Spatial Music, das seitdem an der Grenze zwischen brutalistischer Architektur und Musik arbeitet.

Wie so oft ist es ein “deutscher” Musiker, der die Grenzen elektronischer Musik auslotet und irgendwo in bester Tradition elektronischer Musik aus dem Großraum Köln/Düsseldorf steht. Diese Klangkollagen laden zum träumen ein und müssen doch in bester Manier erarbeitet werden. Es ist Kopfkino und Kopfarbeit.

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Letzte Aktualisierung am 4.12.2021 um 12:17 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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