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Sens Dep "Lush Desolation"

Sens Dep: anspruchsvolle Musik für Visualisierungen und Kopfkino

Verschiedene Musikrichtungen entfalten ihre Wirkungen am besten im Zusammenhang mit visuellen Darbietungen wie Videoinstallationen oder als klangmalerische Unterlegung von Filmen.

Sens Dep ist ein australisches Musikprojekt, dessen Namensgebung schon fast Programm für deren Musik darstellt. Sens Dep ist eine Abkürzung für Sensory Deprivation, was man wiederum am ehesten mit sensorischem Sinnesentzug übersetzt und ein Prozess darstellt, bei dem jemandem über einen längeren Zeitraum normale äußere Reize wie Bild und Ton entzogen werden, insbesondere als experimentelle Technik in der Psychologie. Und genauso reduziert stellen Sens Dep ihre Klangwerke dar.

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Lush Desolation wurde über vier Jahre in einem Blechschuppen, einer alpinen Jägerhütte und der tasmanischen Wildnis aufgenommen und ist ebenso ein Produkt der Umgebung, in der es aufgenommen wurde, wie die Ideen selbst. Eine klangliche Spannung untermauert einen Großteil des Albums, eine empfindliche Balance, die nicht immer gelöst wird. Textlich zerlegt die Aufzeichnung die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt und wie sich diese Dynamik weiter verändert, oft bis zur Unkenntlichkeit. Es ist ein herausforderndes und transformatives Album, intim und episch zugleich.

Um die Songs besser verorten zu können, kann man vielleicht Parallelen zu den Soundtracks von Angelo Badalamenti oder die Alben von Bohren & Der Club Of Gore ziehen. Und vielleicht wirft ja jemand dieses Album bei David Lynch in den Briefkasten, damit dieser einen der Songs in seinem neu angedachten Werk mit dem Arbeitstitel “Wisteria” einbaut.

Letzte Aktualisierung am 3.12.2021 um 12:47 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API