Shakira beschert uns ein starkes Album voller Balladen und spannender Songs

VERÖFFENTLICHUNG» 21.03.2014
BEWERTUNG» 9 / 9
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Die Fußball-WM findet in Südamerika statt und es wäre doch ein Wunder, wenn nicht im Vorfeld ein neues Album von Shakira erschiene. Sie stammt zwar aus Kolumbien, die kulturelle Nähe zum Gastgeber Brasilien ist jedoch unverkennbar. Was allerdings sehr überraschend ist: Shakira Isabel Mebarak Ripoll geht keineswegs auf Nummer sicher und liefert uns wider Erwarten kein reines Partyalbum. Stattdessen präsentiert sie ihr vielleicht vielseitigstes Werk und zeigt alle Facetten ihres Könnens: megastarke Balladen, rhythmisch ausgefeilte, fast schon rockige Songs, natürlich einige Partykracher und zum Abschluss zwei spanischsprachige Nummern.

Da ist zunächst der vorhersehbare Start: Die Single in Zusammenarbeit mit Rihanna. Ein typischer rockiger Heißmacher. Sehr stark, sehr laut, mit marschierenden Latino-Rhythmen. Ein gelungener Einstieg, der später auch in spanischer Sprache funktioniert. Doch dann wird es schon ruhiger. „Empire“ erklingt als wunderschöne Ballade, in welcher Shakira ihre ganzen stimmlichen Fähigkeiten ausspielt. Die Höhen, die sich überschlagende Stimme – geht sofort ins Ohr und bleibt drin. „You Don’t Care About Me“ ist da schon vertrackter und spielt mit rhythmischen Elementen.

Natürlich versäumt Shakira nicht, einen Partysong mitzuliefern, der uns vermutlich bald die Fußball-Pausen versüßen wird: „Dare (La La La)“. Solch tiefschürfende Texte müssen einfach sein und die Kolumbianerin wäre schön blöd, wenn sie das aufkeimende Fußballfieber nicht nutzt. „Cut Me Deep“ geht dann ansatzweise in eine Reggae-Richtung. Das war’s aber auch schon mit südländischem Flair. Die echten Highlights kommen erst. „23“ ist eine sehr berührende Akustik-Ballade mit der Stimme des Söhnchens ganz zum Schluss. Auch „The One Thing“ bietet akustische Gitarren, aber eine fetzige Ausrichtung.

Sehr harmonisch klingt das Duett mit Blake Shelton („Medicine“), das deutliche Country-Elemente hat. Macht nix – selbst hier ist Shakira kraftstrotzend und selbstbewusst. Ein perfekter Übergang zu „Spotlight“, das mit elektronischen Elementen und lauten Riffs aus den Boxen dröhnt. Ein Gute-Laune-Song allererster Güte. „Broken Record“ stellt schließlich wieder ganz Shakiras Vocals in den Vordergrund. Kein Wunder, dass die Sängerin ihrem neuen Album den schlichten Titel „Shakira.“ gibt. Dieses Selbstbewusstsein hat sie sich redlich verdient und ich komme nicht umhin, diesem Album, das ohne unnötige Lückenbüßer auskommt, die Höchstwertung zu verleihen.

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