„So weit, so gut“ – 15 Jahre SCHANDMAUL werden ordentlich gefeiert

VERÖFFENTLICHUNG» 30.08.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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Schandmaul tragen die Tradition mittelalterlicher Barden nicht nur in der Verwendung ungewöhnlicher Instrumente wie Dudelsack, Drehleier und Schalmei fort, sondern erzählen wie die Bänkelsänger vergangener Jahrhunderte auch stets spannende Geschichten – und das jetzt schon seit 15 Jahren. Zeit genug für eine schöne Compilation mit dem Titel „So weit, so gut“.

Zwölf Klassiker und Publikumslieblinge wurden zu diesem Zweck neu eingespielt – zum Teil mit deutlichen Veränderungen im Arrangement. Diese Vorgehensweise sorgt dafür, dass der Hörer nicht das Gefühl bekommt, eine lieblos zusammen gestückelte CD zu hören, sondern ein Album wie aus einem Guss. Es sind auch eher die lieblichen, fein arrangierten Stücke, die hier Verwendung finden. Der poetische Stil der Songs erinnert trotz der rockigen Ausrichtung immer auch an die Tradition deutscher Liedermacher wie Reinhard Mey und Hannes Wader.

Drei Stücke sind gänzlich neu und finden sich auf keiner weiteren Veröffentlichung. Da ist zunächst der instrumentale Opener „Folk ‘n‘ Roll“, der virtuos in das Geschehen einführt. Außerdem die akustische Ballade „Herz aus Gold“ und ein weiteres Instrumental mit dem Titel „Orientexpress“, das sich gemäß dem Titel sehr weltmusikalisch anhört. Drei schöne neue Stücke!

Mir liegt bisher nur die Einzel-CD vor. Ich will jedoch nicht versäumen, auf die Doppel-CD hinzuweisen, die zeitgleich erscheint. Hier gibt es einen zweiten Silberling mit weiteren 17 Tracks, die als Highlights aus den bisherigen Alben gelten und im Original (also nicht neu eingespielt) enthalten sind. Das CD-Booklet enthält persönliche Kommentare der Bandmitglieder und viel Bildmaterial aus 15 Jahren Bandgeschichte.

Wer mag, schaut hier schon mal in den Jubiläums-Trailer:

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