Sterbhaus – Angels For Breakfast … and God For Lunch

VERÖFFENTLICHUNG» 24.08.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
ARTIST»
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Alter Schwede! Wenn man sich vor Augen hält, dass es sich bei „Angels For Breakfast … and God For Lunch“ der Stockholmer Band Sterbhaus um eine Eigenproduktion handelt, fragt man sich ja schon fast wozu man die klassische Musikindustrie eigentlich noch braucht 🙂

Das Zweitwerk der Schweden kann als konsequenter Nachfolger des Erstlingswerkes „“Hits For Dead Kids“ gezählt werden, und man sollte sich vielleicht nicht vom etwas merkwürdigen Bandnamen, sowie des spaßigen Albentitels verwirren lassen: Hier handelt es sich um recht melodiösen Schweden Thrash/Death – mit diversen anderen Einflüßen!

 

Musikalisch fühlt man sich an Bands wie At the Gates auf der einen, sowie Thrash Legenden wie Testament und Destruction auf der anderen Seite erinnert, die Stimme klingt in meinen Ohren gehörig nach Mille von Kreator. Die Zutaten könnten besser als kaum sein! Interessant ist jedenfalls die Zusammenstellung dieser Ingredienzien, denn was die Kollegen da alles abfeuern ist meinem Geschmack nach manchmal sogar etwas zu viel des Guten. Hier finden einfach soviele Einflüsse Platz, dass es manchmal etwas überladen wirkt. Ja, sogar ein wenig „Nu Metal“ Einflüsse könnte man herraushören, erinnert mich der Anfang von „Tell them I hate them“ zB. stark an Mudvayne. Trotz allem kann man getrost behaupten, dass die Jungs wirklich wissen was sie da tun – vermischen sie doch verschiedenste Stile miteinander, und bringen das ganze noch auf eine recht witzige Art und Weise rüber („Retardival“) – sehr schöner Wortwitz mitunter.

Die Produktion ist, so wie es in dem Genre zu sein hat, zackig und „voll auf die 12“ – klasse umgesetzt muss ich sagen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Album in Eigenregie produziert wurde und hier kein Label hintersteckt.

Ansich also ein gutes Album, meiner Meinung nach aber nicht straight genug, und es fehlt einfach der Killer-Song auf dem Album. Wer aber auf etwas ungewöhnlich Thrash/Death mit vielen aberwitzigen Einflüßen und Ideen steht, sollte sich die Band mal anhören!

Zu beziehen ist das Album übrigends für 14,-€ im bandeigenen Sterbshop unter www.sterbhaus.com und eine kleine Hörprobe gibt es auch gleich hier vor Ort in folgendem offiziellen Video! Ich sag nur „Eigenproduktion“…

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