Supreme Carnage – Debutalbum „Quartering the Doomed“ – Ganz schön blutig

VERÖFFENTLICHUNG» 18.11.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
QUELLE» www.supremecarnage.de
ARTIST»
LABEL» ,
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Supreme Carnage aus Münster (Ecuador) haben am heutigen Montag endlich ihr Debutalbum „Quartering the Doomed“ vorgestellt. Bei Supreme Carnage handelt es sich noch um eine relativ junge Deathmetal Band, wurde sie doch erst 2010 gegründet. Die Band hat sich in der Szene schon einen gewissen Ruf erspielt, was wohl ganz klar an ihrer Live Präsenz und der, sagen wir mal, „charismatischen“ Stimme ihres Sängers Jorge liegt – aber dazu später. Bei der Musik dieser extrem vielversprechenden Band handelt es sich ganz eindeutig um treibenden Deathmetal der groovigen Sorte ohne Firlefanz, einfach voll auf die Glocke.

Das Album hat 9 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von rund 38 Minuten, was ich persönlich ein wenig schade finde, denn es hätten ruhig noch 2-3 Songs mehr drauf gepasst. Bei dem Album handelt es sich um eine Eigenproduktion, welche wirklich extrem gut umgesetzt wurde. Ich vermisse auf diesem Album absolut nichts, denn der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Auch das Coverartwork dieser Scheibe passt wie die Faust aufs Auge.

Textlich kommen Gore- und Splatterfreunde bei Supreme Carnage voll auf ihre Kosten – hier wird jemand verstümmelt, woanders wird jemandem gepflegt die Rübe abgehackt und in einem anderen Song geht es um Daumenschrauben – herrlich, was will man mehr? Besonders auffällig bei dieser Band ist der Sänger Jorge, welcher ein Organ besitzt, das seines gleichen sucht. Der gute Mann gibt Laute von sich die man sich so kaum vorstellen kann, sehr beeindruckend. Von tiefsten Growls bis hin zu höchstem Gekreische ist hier alles dabei, zur Not auch übergangslos, mir ist es nach wie vor rätselhaft wie der Kollege das macht – aber es klingt einmalig.

Supreme Carnage - Band

Auch die anderen Musiker der Band verstehen ihr Handwerk sehr gut. Die Gitarristen Acker und Nova sägen einem gepflegt die Rübe ab, der Bassist Sven macht soliden Druck und der Drummer Mirko zimmert einem ein Doublebass Gewitter nach dem anderen um die Ohren. Vom Oberschreihals Jorge fang ich jetzt nicht wieder an, denn er spielt unter anderen deutschen Deathmetal Sängern sowieso in einer eigenen Liga.

Als Anspieltipps würde ich definitiv den Gassenhauer „Cut the Head off“ empfehlen, sowie „Carnage“ welche bereits auf der 2012 erschienenen EP „A Masterpiece of Execution“ enthalten waren. „The Thumbscrew“, „Buried alive“ und „God of Gore“ sind auch absolut geile Songs. Auch die anderen Songs fallen in keinster Weise zurück, denn das Album ist einfach aus einem Guss, zwar ein wenig zu kurz, aber unglaublich auf den Punkt gebracht. Besser kann man ein Debutalbum fast nicht umsetzen und ich gehe davon aus, dass man von den Jungs in der Zukunft noch richtig viel hören und sehen wird.

Jedem Deathmetal Fan kann ich dieses Album nur wärmstens ans Herz legen – ihr werdet sicher euren Spaß haben! Wer mehr über die Band wissen möchte, sollte sich deren Website anschauen oder einfach mal auf Facebook vorbeisurfen. Dort wird man auch auf dem Laufenden gehalten was Auftritte angeht denn Live sind Supreme Carnage wirklich eine Macht – und wenn man Glück hat, bekommt man als I-Tüpfelchen sogar eine Coverversion von Eaten (Bloodbath) um die Ohren, bei der Mikael Åkerfeldt eigentlich vor Scham erröten müsste 🙂

Zu beziehen ist das Album entweder bei der Band selber, oder via PS Metal.