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The Flower Kings: 95 (zu) lange Minuten auf einer einsamen Blumeninsel

The Flower Kings  •  Islands
Veröffentlichungsdatum: 30.10.2020
Unsere Bewertung: 6 von 9 Punkten

Ziemlich genau vor einem Jahr kam das sechs Jahre lang ersehntes FloKis-Album “Waiting For Miracles” in die Läden und “überraschte” mit wenigen neuen Ideen. Für das neue Album “Islands” ließen sie sich dann kaum noch ein Jahr Zeit und schießen nun gleich mit einem 95-minütigen Doppelalbum übers Ziel hinaus.

Kommen die ersten fünf Songs des Album noch recht frisch, aber im typischen Blumenkleid daher, so klingt vieles nur noch abgedroschen, plätschernd und altbacken daher. Eine Ausnahme ist hier noch “Solaris”, das an die starken Alben wie “Paradox Hotel” oder “Stardust We Are” erinnert.

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Über die gesamte Länge des Albums muss man feststellen, dass an den FloKis kaum noch etwas Progressives ist, sie in ihrem eigenen musikalischen Kosmos gefangen sind und kaum noch auszubrechen vermögen. Alles ist vorhersehbar und scheint schon wie oft gespielt. Die quietschigen Tastenmomente von Zach Kamins werden bis ins Exzessive ausgereizt und überreizt.

Wenn man sich am Ende des Stücks “Black Swan” an Yes erinnert fühlt, greift man zwangsläufig zum sehr schön gestalteten Cover, für das Roger Dean verantwortlich “zeichnete”, der die legendären Cover für Yes, Asia, Gentle Giant, Greenslade und Uriah Heep zeichnete.

Gab es für “Waiting For Miracles” aufgrund der langjährigen Wartezeit und des Lebenszeichens noch sieben Punkte, so kann man hier wegen der Langatmigkeit und teilweisen Einfallslosigkeit kaum noch mehr als sechs Punkte vergeben. (Schade für einen langjährigen Freund und Fan der Band)