THE LOVE BÜLOW veröffentlichen „So weit“ und gehen auf große Tour

VERÖFFENTLICHUNG» 05.10.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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The Love Bülow sind erfrischend anders. Rapper aus Berlin? Da denkt man natürlich an Aggro-Boys mit Gangster-Attitüde. Aber weit gefehlt. Für das Quintett musste der Begriff „Indie-Rap“ geschaffen werden. Die ersten Höreindrücke sind sowieso ganz anders, denn The Love Bülow verknüpfen die ungleichmäßig eingestreuten Rap-Passagen durch melodiöse Instrumentals und sympathische Deutsch-Pop-Songs mit intelligenten Texten.

Die erste EP „Menschen sind wie Lieder“ wurde bereits 2009 veröffentlicht. So hieß dann  zwei Jahre später auch das erste Album. Und dem folgt jetzt der neue Longplayer „So weit“. Aufmerksamkeit bescherten ihnen  Auftritte bei „Inas Nacht“ und zuletzt bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“, wo sie mit „Nie mehr“ im guten Mittelfeld landeten.

Sphärischer Beginn, eingängiger Song – so funktionieren auch weitere Songs wie beispielsweise der Titelstrack, der zu Beginn an Coldplay erinnert. Reizvoll sind aber vor allem die Texte und man verliert sich quasi in der Geschichte von „Was bleibt“, das die Geschichte eines Lebens erzählt, oder „Musik“, das mit hektischen, elektronischen Klängen im Stil eines Lovesongs die Liebe zur Musik beschreibt.

Am stärksten wird das Album zum Ende hin, wenn es sich weit vom Mainstream entfernt und die große Vielfalt der Band zeigt. Meine Highlights kommen ganz zum Schluss: „Keine Zeit“ mit verzerrtem Sound und Dubstep-Elementen sowie das rockige Uptempo-Stück „Motor“. Wenn es so weiter geht, dürfte auch bald das erste Major-Label anklopfen und die Platzierung beim nächsten Bundesvision-Event noch besser ausfallen. Jetzt geht’s erst einmal auf Tour:

So Weit – Tour 2012:

  • 10.10. München – Backstage Club
  • 11.10. Mainz – Kuz
  • 12.10. Frankfurt – Das Bett
  • 13.10. Aschaffenburg – Sedgwick
  • 14.10. Freiburg – Waldsee
  • 15.10. Stuttgart – Kellerklub
  • 17.10. Dortmund – Kaktusfarm
  • 19.10. Aurich – Stadthalle
  • 23.10. Köln – Underground
  • 24.10. Kiel – Roter Salon
  • 26.10. Flensburg – Volksbad
  • 27.10. Berlin – Maschinenhaus
  • 28.10. Hamburg – Knust
  • 30.10. Neubrandenburg – Alter Güterbahnhof

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