The Overtones wollen mit „Higher“ hoch hinaus

VERÖFFENTLICHUNG» 05.10.2012
BEWERTUNG» 6 / 9
ARTIST»
LABEL»
  bei Amazon bestellen

The Overtones – das sind fünf gutaussehende junge Männer in eleganten Anzügen mit tollen Stimmen, die seit 2010 erfolgreich in Großbritannien unterwegs sind und Anfang des Jahres mit ihrem Debüt „Gambling Man“ auch deutsche Musikfans begeisterten. Nun haben die Jungs mit „Higher“ schon den Nachfolger am Start.

The Overtones setzen bei ihrer Musik auf mehrstimmigen Gesang Doo-Wop-Stil der 50er in Verbindung mit modernen Eigenkompositionen. Ein grundsätzlich erfolgversprechendes Konzept, zumal die fünf Stimmen wunderbar harmonieren und sogar a-cappella funktionieren, wie auf „Gambling Man“ stellenweise zu hören war. Leider werden auf der aktuellen CD die tollen Gesangsarrangements durchgehend instrumental begleitet und teilweise regelrecht  zugedeckt.

Die Songauswahl ist dabei durchaus gelungen. Klassiker wie „Runaround Sue“, „Reet Petite“ und „Keep Me Hanging On“ wechseln sich ab mit neuen Eigenkompositionen, wie „Higher“, das mit ordentlich Drive und modernen Rhythmen überzeugt oder das beschwingt groovende „When You Say My Name“. Der Opener „Loving The Sound“ allerdings klingt hauptsächlich nach 80er-Jahre Boygroup und die gelungene Interpretation von „Perfect“ wäre ohne Instrumente erst wirklich perfekt.

Klar bringen Bläser und Percussion ordentlich Schwung und es erzeugt Gänsehaut, wenn sich am Anfang von „You´ve Lost That Loving Feeling“ die Bassstimme über die schwebenden Streicher legt. Aber ein paar A-cappella-Songs zwischendurch hätte das Album zu etwas wirklich Besonderem gemacht – schade, dass The Overtones diese Möglichkeit nicht nutzen. Wenn sie so weiter machen, sind sie bald nur noch eine Boygroup, die eben auch alte Songs covert.

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.