The Piano Guys: „Wonders“ – ein Piano, ein Cello und Musik vom Feinsten

VERÖFFENTLICHUNG» 03.10.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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The Piano Guys gehören mit 500 Millionen Aufrufen zu den Künstlern, für die der Begriff YouTube-Phänomen erfunden wurde. Ein Hype, den man erst dann nachvollziehen kann, wenn man sich ihre Videos anschaut. Was wurde da ein Aufwand betrieben, um den Pianisten und den Cellisten in Szene zu setzen. Der Flügel wurde auf den Grand Canyon gehievt, auf die chinesische Mauer, man bekämpft sich mit Lichtschwertern oder lässt sich mit den Batmobilen dreier Generationen ablichten. Solcherlei Schabernack spricht Kinder wie Erwachsene an. Und da ich die Piano Guys im Sommer interviewen durfte (Hier findet ihr das komplette Interview mit The Piano Guys), kann ich bestätigen, was für sympathische Kerle da die Internetwelt erobern.

Musikalisch gilt für die vier Künstler, zu denen auch die beiden Produzenten Paul Anderson und Al Van Der Beek gehören, das Motto: No Limits! The Piano Guys, die aus dem US-Bundesstaat Utah stammen, präsentieren mit ihren eigenen Arrangements eine einzigartige Mixtur aus Klassik und Pop sowie ein umfangreiches Repertoire, das von Beethoven über Coldplay bis hin zu David Guetta reicht. So ist nun bereits das dritte Studioalbum erschienen. Die ersten beiden wurden noch schlicht durchnummeriert, das dritte trägt den Titel „Wonders“. Grund: Man widmet sich den sieben Weltwundern und setzt diese nach und nach in Szene.

Auf der CD vermischen sich klassische Stücke wie Beethovens „Ode an die Freude“ und Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ mit populären Titeln von Ennio Morricone, Hans Zimmer („Batman“-Soundtrack) und der Dave Matthews Band. Die Arrangements haben Jon Schmidt (Piano) und Steven Sharp Nelson (Cello) wie immer ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und tun gut daran. Das Zuhören macht einfach Spaß und man entdeckt in der Melange aus Pop und Klassik einige intelligente Spitzen, die zum Schmunzeln anregen. Ein virtuoses Duo sind die beiden allemal – und um bombastischer zu klingen, werden auch gerne mal Dutzende von Spuren übereinander gelegt. Vocals sind eher selten. Steven schmettert den Comic-Slogan zu „Batman Evolution“ und mit „Don’t You Worry Child“ gibt es immerhin einen echten Song, den die wundervolle Shweta Subram interpretiert.

Die CD ist für „Pop meets Klassik“-Fans, die auch David Garrett und Lindsey Stirling lieben,  sicherlich interessant. Ich empfehle aber auf jeden Fall die CD/DVD-Kombi, da hier zum kaum höheren Preis noch sechs Mal die visuelle Variante mit dabei ist. Man kann die Videos zwar auch auf YouTube sehen, aber im Fernseher ist schon cooler. Darüber hinaus: Die Piano Guys sind im November auf großer Deutschlandtour. Nicht verpassen!

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