The Sleeper überzeugen mit lauten und leisen Tönen auf ihrem Debüt „Aurora“

VERÖFFENTLICHUNG» 22.02.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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The Sleeper haben sich mit ihrem Debüt „Aurora“ nach ihren eigenen Angaben einem Mix aus Metal und Hardcore verschrieben. Was nach einem Standard-Metalcore-Release klingt, entpuppt sich nach dem ersten Hören als eines der besten Releases zum Anfang des Jahres 2013.

The Sleeper setzen auf dissonante Parts mit düsteren Breakdowns und erinnern damit stark an Bands wie Into The Moat, nur mit mehr leichten melodiösen Elementen, die im Laufe des Albums immer mehr Raum in Anspruch nehmen. Die Mischung aus verzweifelten, disharmonischen Strukturen läuft zu gleichem Anteil mit den klangvollen atmosphärischen Songelementen Hand in Hand und lässt The Sleeper punkten. Der Opener und Titel-Track „Aurora“ scheint alle diese Dinge perfekt miteinander zu verbinden. Mein Favorit „Escapist“ überzeugt genauso durch diesen Aufbau. Der Song wirkt komplex, dunkel und sehr chaotisch, einem beißenden Breakdown folgt ein sehr melodiöser Lauf mit Clean-Vocals. Die Band versteht es, bekannte Teile interessant neu zu verpacken und auf ihrem Album dieses Niveau zu halten, ohne langweilig zu werden.

Aufgenommen wurde „Aurora“ bei Simon Hawemann, Gitarrist bei War From A Harlots Mouth, der diesem Brett die richtige Produktion gegeben hat und alleine schon durch seine musikalische Nähe das kennt, was The Sleeper aufgenommen haben. Der ideale Partner in solchen Dingen!

Alle, die schon immer wissen wollten, wie sich ein Release-Mix von Ion Dissonance und Twelve Tribes anhören soll, müssen hier zugreifen. Ich war seit Dioramic nicht mehr so sehr von einem deutschen Newcomer begeistert. Ich hoffe, zum Release Ende Februar gibt es eine ausgiebige Deutschlandtour.