Theory Of A Deadman versuchen sich auf „Savages“ als Chronisten turbulenter Zeiten

VERÖFFENTLICHUNG» 25.07.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Savages“ ist das fünfte Album der kanadischen Hardrocker Theory Of A Deadman – und als erstes habe ich mir standesgemäß den Titeltrack angehört, eine Kollaboration mit meinem All-time-favourite Alice Cooper. Der düstere gitarrenlastige Track weiß zu gefallen und Altmeister Cooper bringt sich stimmlich stark ein. Als nächstes also ein Durchlauf von Beginn an und siehe da: auch der Opener „Drown“ ist ein starkes Brett.

Die Band gilt als Ziehkind von Nickelbacks Chad Kroeger, der 2002 ein Musiklabel gründete und das Quartett gleich unter Vertrag nahm. Einen Durchbruch in Europa gab es bislang noch nicht, aber das Vorgängeralbum schaffte immer einen kurzzeitigen Einstieg in die deutschen und britischen Charts. Vielleicht klappt es ja im fünften Anlauf? An Vielseitigkeit und melodischem Potential mangelt es zumindest nicht.

Ich nenne mal den eingängigen Uptempo-Rocker „Blow“ oder die Beziehungsschmerz-Ballade „One“. Ansonsten geht es inhaltlich eher um eine Bestandsaufnahme unserer turbulenten Gegenwart. Wie Vokalist Tyler Connoly sagt: „Es geschehen brutale Dinge mit unserer Kultur. Als Kind bekam ich Alpträume von ‚Terminator‘, nun kannst du dir Morde auf YouTube ansehen. Wir sind so abgestumpft. Ich habe über alles geschrieben, von verrückten Frauen bis hin zum allgemeinen Wahnsinn, der uns umgibt.“

Das Werk entstand erneut in Zusammenarbeit mit Super-Producer Howard Benson (Halestorm, My Chemical Romance, Black Stone Cherry). Das Ergebnis ist ein kantiges, aggressives, bisweilen düsteres Album mit ordentlichen Riffgewittern. Mir gefällt zudem die Ironie, einen Song „Livin‘ My Life Like A Country Song“ zu nennen und diesen mit Joe Don Rooney von den Rascal Flatts zu featuren. Gerade nach dem letzten Album hagelte es Kritik von allen Seiten, doch hier haben Theory Of A Deadman ihren Job gut gemacht. Ein Album, das Vergnügen bereitet und deutlich nach vorn rockt.

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