Till Brönner: Jazz pur – Brönner pur

VERÖFFENTLICHUNG» 30.11.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Till Brönner ist Trompeter, Sänger, Multitalent – vor allem ist er ein Macher. Wenn sich der Musiker aus Viersen etwas vorgenommen hat, steckt er sein ganzes Herzblut in das Projekt und es wird was draus. Garantiert. Deshalb hat er viele Neider und es gibt immer wieder Jazz-Freunde, die die Nase rümpfen, wenn sein Name fällt. Warum? Weil es nicht mehr „elitär“ ist, wenn man in den Popcharts auftaucht.

Beispiele gefällig? Das Swing-Album der No Angels möchte ich da nennen. Oder seine Mitwirkung an der deutschen Ausgabe von X-Factor. Er singt und komponiert. Er arrangiert und verbindet musikalische Welten. Er hat gar schon mit Carla Bruni aufgenommen. Brönner wird allgemein als Jazztrompeter bezeichnet – und sicher ist das auch seine Passion. Aber er kann viel mehr. Das beweist er stets aufs Neue.

Das aktuelle Album trägt den Titel „Till Brönner“. Immerhin siebzehn Jahre und vierzehn Alben Vorlauf hat er gebraucht, um seinen eigenen Namen für einen Albumtitel herzugeben. Das Selbstbewusstsein darf jetzt ruhig sein. Die CD ist ganz im klassischen Jazz-Stil der 70er gehalten. Damit dürfte er viele Fans zurück gewinnen, die nach den Mainstream-Pop-Eskapaden für einige Zeit verloren waren.

Fast alle Titel stammen aus seiner Feder. Fusion, Funk, dazwischen etwas orchestrales Streicher-Gehabe. Und mittendrin der Klassiker „Condor“ von Dave Grusin. Gönnt euch ein Glas Rotwein, legt die CD von Brönner auf und vergesst mal für kurze Zeit Weihnachtsstress und Jingle Bells. Ein Album zum Entschleunigen, das vor allem zum Ende hin pure Entspannung bietet.