To Kill A King: „Cannibals With A Cutlery“ – routinierter Folkrock, passend zur Jahreszeit

VERÖFFENTLICHUNG» 11.10.2013
BEWERTUNG» 7 / 9
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To Kill a King haben gerade ihren Plattenvertrag beim Label Xtra Mile unterschrieben, bei dem auch Frank Turner und Beans on Toast veröffentlichen. Das sind schon mal beste Voraussichten für ihr gerade erschienenes Album „Cannibals with Cutlery“.

Das erste Anhören bestätigt unsere Erwartungen: Routinierten Folkrock bekommen wir zu hören, leicht melancholisch und mit ruhiger und sicherer Stimme vorgetragen von Frontmann Ralph Pelleymounter. Das passt zur Jahreszeit, ist düster – verbreitet eine wohlige Stimmung und lässt uns unbewusst mitsummen.

Die fünf Jungs von To Kill a King kommen aus London und waren dort schon einige Zeit ohne Label aktiv. „To see what they have achieved on their own is incredible and we are delighted to be working together with them to step things up even further,“ sagt Charlie Caplowe von Xtra Mile. Die Routine der Band und Hilfe des Labels greifen gut ineinander: Wir hören Einflüsse von Bombay Bicycle Club, Tom Waits, Eels, The National, Mumford & Sons, Arcade Fire, Elbow, Noah and the Whale und vielen anderen – ein bisschen so als hätten To Kill a King eine Collage aus Samples erstellt und perfekt zusammengeführt. Nur, dass das gar keine Samples sind, sondern immer nach ihnen selbst klingt. Ruhig und mit starkem eigenen Standpunkt passt alles zusammen. Unterstützt werden sie von einem wunderbar im Raum schwebenden Orchester, das sich nicht in den Vordergrund drängt.

Was wir bei „Cannibals with Cutlery“ sehen, ist eine junge und talentierte Band, die ihren ersten Plattenvertrag unterschreibt und ein Debut herausbringt, das nicht wie ein Debut klingt. Das ist alles sehr gut, driftet aber manchmal ein wenig zu sehr ins „Mainstream-Radio-gut“ ab. Manche der Songs sind ein wenig zu vorhersehbar und es fehlt das letzte Krachen, damit wir in Jubel ausbrechen können. Einen Extra-Punkt gibt es natürlich für die teilweise großartigen Lyrics wie „I must make more friends so they hang out at my funeral just to make my parents proud.“

Im November sind To Kill a King as Support von Bastille auf Tour in Deutschland.

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