Trouble klingen mit „The Distortion Field“ viel jünger als sie eigentlich sind

VERÖFFENTLICHUNG» 24.08.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Leider muss ich gestehen, ich kannte Trouble nicht vor ihrem Album„The Distortion Field“. Erst mit dieser Rezension habe ich sie für mich entdeckt. Wer über 40 Jahre im Geschäft ist, hat eine Menge erlebt. Die Geschichte dieser Band ist lang und interessant, hat aber mit dem neuesten Release eher weniger zu tun. Es ist nur zu erwähnen, dass Sänger Eric Wagner die Band verlassen hat und Kyle Thomas (Ex-Exhorder) seine Stelle am Mikrofon eingenommen hat. Der Doom-Metal dieser Platte ist amtlich und erhaben, aber warum kennt keiner diese Band, die anscheinend so viele beeinflusst hat? Machen wir eine Probe, ob dieses Album so gut ankommt, wie bei mir.

Der Versuch läuft auf einen Freitagabend bei meinem Kumpel Max zurück. Ich packe „The Distortion Field“ aus und sage: „Komm, ich hab hier ein super Album! Kennt ihr Trouble?“ Eine reizvolle Stille tritt in den Raum. Wir legen die Platte ein und hören sie im Laufe des Abends rauf und runter. Jeder gibt seine Denkanstöße zu „The Distortion Field“. Plötzlich wird Trouble von Down bis hin zu Soundgraden verglichen und als bessere Black Sabbtah betitelt. Nach dem diesem ganzen Interpretieren und Auslegen lüfte ich auf. Ich erkläre die Bandgeschichte und welche Namen hinter Trouble stecken. Es geht wieder eine Stille durch den Raum, aber diesmal eine fast peinliche. „Wie kann denn so eine alte Kombo so einen dicken Sound haben?“ Tja, weil Bill Metoyer ein super Produzent ist mit dem Feingefühl, was eine Doom-Metal-Band heutzutage braucht. Die Aufnahme ist wirklich ein Hochgenuss. Der Akustik alleine verdankt „The Distortion Field“ nicht seinen modernen Klang! „Die Riffs klingen wie ein Best-Of der letzten 20 Jahre, aber nicht zu sehr auf damals getrimmt. Es klingt alles frisch“ Die Songs hören sich einfallsreich und unverfälscht an. Kein Song ist wie der andere. Ein Doom-Album, das es verdient hat, gehört zu werden.

Die letzte Frage war aber bei uns allen die gleiche: „Warum kannte ich die schon nicht früher?“ Besser spät als nie! „The Distortion Field“ kann vieles und beweist, dass Alter keine Grenze für guten Metal ist. Jetzt bitte alle antesten – Danke!!!