„Was immer auch kommt“: Roger Cicero kann auch ohne Bigband Großes leisten

VERÖFFENTLICHUNG» 28.03.2014
BEWERTUNG» 7 / 9
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Roger Cicero lässt sich schon lange nicht mehr auf eine bestimmte Musikrichtung, seine ureigene Nische festnageln. Als 2006 sein Debüt erschien, war der selbstkomponierte Swing mit deutschen Texten auf einmal schwer angesagt und der bekennende Hutträger über Jahre  ziemlich beschäftigt. Inzwischen aber hat er sein musikalisches Spektrum stark erweitert und ein Bigband-Sound findet nur noch am Rande statt. Stattdessen liefert er uns mit seinem neuen Werk „Was immer auch kommt“ ein astreines Singer-/Songwriteralbum, das in dieser Form auch von Pohlmann oder Gregor Meyle stammen könnte: aussagekräftige Texte, reduzierte Arrangements, ein Nach-außen-kehren der Gefühle.

Ciceros Texte sind insgesamt nachdenklicher geworden, manchmal sogar sehr melancholisch. Das mag daran liegen, dass die Trennung von seiner langjährigen Freundin, die auch Mutter des gemeinsamen Sohnes ist, eine große Rolle in den Lyrics spielt – und das auf unterschiedliche Weise. Einmal bedient er sich in „Straße“ den Worten von Rio Reiser, um die Gedanken nach einer Trennung auf den Punkt zu bringen. Übrigens der einzige Track des Albums, den er nicht selbst geschrieben hat. In „Frag nicht wohin“ betrachtet er dann das Auseinandergehen der Eltern mit den Augen seines Sohnes. Zwei eindringliche Songs, die ziemlich im Mittelpunkt stehen.

Es ist aber nicht alles nachdenklich, was den Weg aufs Album fand. „Wenn es morgen schon zu Ende wär‘“ ist trotz des Blicks auf die eigene Vergänglichkeit ein zuversichtliches Plädoyer für ein Leben im jetzt. „Glück ist leicht“ wird zum optimistischen Mottosong, während „Wenn du die Wahl hast“ das Öffnen neuer Türen beschwört und „Du bist mein Sommer“ die neue Liebe besingt.

Roger Cicero schafft es einmal mehr, seinem Wurzeln als Songwriter treu zu bleiben und sich gleichzeitig musikalisch weiter zu entwickeln. Als Sohn eines berühmten Jazz-Pianisten und einer Tänzerin hat er eindeutig Musik im Blut. Das muss aber nicht immer zu ausufernden Songs führen – die Reduktion auf das Nötigste tut ihm diesmal sehr gut und man kann den neuen Songs entspannt lauschen. Der Künstler bleibt sich treu, erweitert aber gleichzeitig die Bandbreite. Die leisen Zwischentöne sind da ebenso fesselnd wie die poppigen Hooklines, die er einstreut.

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[youtube id=“jqmO2gHAg9c“ width=“600″ height=“350″]

Im Herbst geht Roger Cicero dann mit seinem Album auf Deutschlandtour:  

03.05.2014 Gronau, Bürgerhalle Gronau
06.06.2014 Warthausen, RissInsel Warthausen
16.07.2014 CH-Zürich, Live at Sunset
18.07.2014 Idstein, Idstein Jazzfestival
19.07.2014 Weimar, Weimarhallenpark
20.07.2014 Dresden, Freilichtbühne Großer Garten
22.07.2014 Freiburg, Zelt-Musik-Festival
27.07.2014 LU-Wiltz, Schloss Wiltz -Festivalplatz
24.09.2014 Mainz, Phönixhalle
26.09.2014 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
27.09.2014 Dortmund, Westfalenhalle 3A
28.09.2014 Braunschweig, Stadthalle
30.09.2014 Bremen, Halle 7
01.10.2014 Hamburg, CCH 1
04.10.2014 Kiel, Sparkassen Arena
05.10.2014 Lübeck, Musik- und Kongreßhalle
07.10.2014 Oberhausen, Königs-Pilsener-Arena
08.10.2014 Köln, Lanxess Arena
09.10.2014 Stuttgart, Liederhalle
11.10.2014 Frankfurt, Alte Oper
12.10.2014 München, Philharmonie
13.10.2014 Nürnberg, Meistersingerhalle
15.10.2014 Mannheim, Rosengarten
16.10.2014 Bielefeld, Stadthalle
17.10.2014 Hannover, Swiss Life Hall
19.10.2014 Saarbrücken, Saarlandhalle
21.10.2014 Graz, Stadthalle
22.10.2014 Wien, Wiener Stadthalle – Halle D
24.10.2014 Leipzig, Gewandhaus
25.10.2014 Berlin, Tempodrom
28.10.2014 Chemnitz, Stadthalle
29.10.2014 Erfurt, Messe
30.10.2014 Lingen (Ems), EmslandArena

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