Wiz Khalifa und sein Hang zur „First Class“

VERÖFFENTLICHUNG» 07.12.2012
BEWERTUNG» 5 / 9
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Auch wenn er gern böse von den Coverfotos schaut – auf „Rolling Papers“ hat sich Wiz Khalifa als sympathischer Kerl entpuppt. Lockere Songs, manchmal sehr nachdenklich, oft aber tanzbar und flippig. Eine bunte Mischung. Beim ersten Major-Release gab es die Hits „Black And Yellow“, „Roll Up“ und „No Sleep“. Das neue Album „O.N.I.F.C. “ wurde durch“Work Hard, Play Hard“, „It’s Nothin“ und die neuste Auskopplung „Remember You“ (featuring The Weeknd) eingeläutet.

Der Albumtitel steht für „Only Nigga In First Class“ und der Gebrauch des Wortes Nigga ist – wie sich das für die Szene gehört – inflationär. So geht es in den expliziten Raptexten auch vor allem um die eigene Person, den neuen Status als Star sowie das Schwimmen in Geld und Drogen. Solcherart Selbstbeweihräucherung hat man schon zu genüge gehört. Innovativ ist vor allem die Länge der Songs – mit dem Spitzenreiter „No Limit“, der es auf fast zehn Minuten bringt und dabei erstaunlich kurzweilig bleibt.

Ich finde vor allem Gefallen an den Stellen, an denen es poppig und dancefloor-lastig wird. „Let It Go“ beispielsweise, bei dem Akon mitmischt, oder „Initiation“ mit den feinen Vocals von Lola Monroe. Und dann ist da noch „Rise Above“, in dem sich Pharell, Tuki Carter und Amber Rose die Klinke in die Hand geben. Aber leider finden sich auch hier keine Perlen jenseits des üblichen Einheitsbreis.

Wiz Khalifa hat nochmal alle Zutaten zusammengeschmissen, die „Rolling Papers“ zu einem besonderen Album gemacht haben. Der große Wurf ist ihm dabei nicht gelungen, aber es funktioniert zumindest so, dass die gewonnenen Fans ihm vermutlich noch eine Zeit lang die Stange halten werden.