„Wo es beginnt“ – bei Madsen wird’s laut

VERÖFFENTLICHUNG» 17.08.2012
BEWERTUNG» 7 / 9
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Das vierte Album von Madsen hatte den Titel „Labyrinth“ und unterschied sich deutlich von den ersten Werken: Es enthielt hymnisches, sehr mainstream-lastiges Material und viel Romantik. Das mag nicht allen Fans gefallen haben. Vielleicht auch längerfristig den Gebrüdern Madsen selbst nicht, denn auf „Wo es beginnt“ macht das Quartett einen deutlichen Schritt „zurück zu den Wurzeln“, vielleicht sogar noch darüber hinaus.

Die Band aus dem Wendland hat selbst produziert und den Härtegrad ordentlich hochgefahren. Das hört sich manchmal nach Punkrock an, viel öfter aber nach Hardrock mit deutschen Texten. Hat man auch nicht so oft. Der Opener und Titeltrack startet mit viel Energie und harten Gitarrenriffs. Die Vocals klingen rau und unsauber, stellenweise heraus gebrüllt. Da spürt man viel Wut im Bauch. Dazu passen Songs wie „Lass es raus“ und das ultraharte „Generation im Arsch“. Statt „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ drehen Madsen den Spieß um und singen „Baut wieder auf, was euch aufbaut“. Ein cooler neuer Ansatz.

So gesehen also ein klarer Ausflug in die rockige Vergangenheit. Es gibt auch elektronische Einsprengsel wie in „Lass die Musik an“, doch die sind hier eher Randerscheinungen. Auch die Balladen sind klar in der Unterzahl, dafür aber umso besser: „So cool bist du nicht“ mit Duettpartnerin Lisa Who, das optimistische „Die Welt liegt vor dir“ und der ergreifende Abschluss „Es wird schon wieder gut“. Ein weiteres Feature gibt es für „Love Is A Killer“, bei dem die englischen Zeilen von Hardcore-Shouter Walter Schreifels eingesungen wurden.

„Wo es beginnt“ ist ein Rock-Album geworden, zusammengeschweißt in Eigenregie. So direkt wie beim ersten Mal. Wer es gerne laut mag, lernt die Jungs hier von ihrer besten Seite kennen.

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