Beyoncé – „Life Is But A Dream“ – eine Doku zeigt die ganz private Seite der Sängerin

VERÖFFENTLICHUNG» 22.11.2013
BEWERTUNG» 8 / 9
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Im Januar 2013 sorgte der amerikanische Privatsender HBO, der hierzulande vor allem für seine genialen Serien bekannt ist, mit einer Musik-Dokumentation für Aufsehen. Beyoncé Knowles erzählte aus ihrem Leben und sorgte für die höchste Doku-Einschaltquote des Jahrzehnts. Wenn man nun den Film auf DVD schaut, kann man verstehen warum. Beyoncé geht ans Eingemachte, zeigt ihre verletzliche Seele, spricht über die Zeit, als sie sich von ihrem Vater als Manager getrennt hat, von ihrer Schwangerschaft, von der Liebe zu Jay-Z.

Die Doku folgt keiner chronologischen Logik. Vielmehr ist es ein sprunghafter Monolog, der ein aktuelles Interview, uralte Familienaufnahmen, Clips aus Fernseh- und Liveshows miteinander mischt. Wir erleben die private Beyoncé, erfahren von ihrer Zeit bei Destiny’s Child und sehen auch ganz aktuelle Bilder. So wie sie sich erzählerisch von innen nach außen kehrt, zeigen die verwendeten Aufnahmen alle Facetten ihres Lebens und machen sie zu einem sehr greifbaren Menschen. Sie erläutert präzise, warum sie sich von ihrem Vater lossagen musste, warum sie Alben aufnehmen will und keine Singles, warum sie die uralte Idee des R&B bewusst wieder zum Leben erweckt.

75 Minuten lang dauert diese sympathische Nabelschau, die hervorragend zusammen geschnitten ist und dem Zuschauer den Menschen Beyoncé näher bringt. Das Ganze natürlich im Originalton Englisch, aber in verschiedenen Sprachen untertitelt, unter anderem in Deutsch. Es ist schon bezeichnend, wenn bei einer Musik-DVD die Doku den Hauptfilm darstellt und das Konzert-Video den Bonus-Part. Beyoncé geht diesen Weg wohl ganz bewusst und will die Fans dazu bringen, sich in erster Linie die Doku anzuschauen.

Aber auch die zweite Scheibe „Live In Atlantic City“ ist natürlich nicht zu verachten. Der Mitschnitt stammt von Beyoncés Konzerten im Revel Casino Hotel in Atlantic City, wo sie im Mai 2012 vier Abende hintereinander gastierte. Die Setlist umfasst 21 Titel, darunter die Hits „Crazy In Love“, „Run The World (Girls)“, „Halo“ und „Single Ladies“. Darüber hinaus bekommen Beyoncé-Fans erstmals Live-Performances der Songs „Flaws And All“, „Love On Top“ und „Schoolin‘ Life“ zu sehen.
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