Ein Schockrocker und sein ganz persönlicher Albtraum: „Super Duper Alice Cooper“

VERÖFFENTLICHUNG» 23.05.2014
BEWERTUNG» 6 / 9
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Wer mehr über den Mann wissen will, der früher mit bürgerlichem Namen Vincent Damon Furnier hieß, sollte zunächst mal seine Biographie „Golf Monster“ lesen. Alice Cooper ist nicht nur der Wegbereiter eines ganzen Musikgenres – er ist auch leidenschaftlicher Golfspieler. Und so widmet sich die Autobiographie nicht nur dem musikalischen Werdegang, sie wird auch zum eigenwilligen Golflehrbuch und weist oft darauf hin, wie der vom Erfolg verwöhnte Jungstar den Schritt weg vom Alkohol hin zur neuen Sucht des Golfspielens gepackt hat. Genauso leidenschaftlich, in der Regel ähnlich teuer, aber bei weitem nicht so selbstzerstörerisch.

Einen ähnlichen Weg beschreitet die filmische Biographie „Super Duper Alice Cooper“. Okay – am Filmtitel hätte man noch arbeiten können. Auch bieten die 85 Minuten Länge zu wenig Musik, dafür aber eine breite Palette an historischen Aufnahmen. Der Film ist fesselnde Mischung aus dokumentarischem Archivmaterial, Animation und Rockoper. Man beginnt in Alice Coopers Anfangstagen als Frontmann einer packenden Rockband der Sechziger, geht weiter in die glamouröse Ära als weltweite Berühmtheit in den Siebzigern und führt bis zu seinem umjubelten Comeback als Gottvater des Glam-Metals in den Achtzigern. Dies ist das Märchen von Alice und Vincent im Kampf um die Seele des jeweils Anderen.

Man beschreibt Vincents Kindheit in Detroit, den religiösen Einfluss der Familie (der sich bis heute bemerkbar macht), die ersten musikalischen Gehversuche als The Earwigs und The Spiders. Eine besondere Rolle spielen die Totalabstürze des Protagonisten, die zunehmen, je bekannter Alice Cooper wird. Doch er bekommt frühzeitig die Kurve und heute ist bekannt, dass Alice keinen Tropfen Alkohol mehr zu sich nimmt – seit Jahrzehnten! Für viele Rockstars wäre dies gleichbedeutend mit dem Rückzug aus der Öffentlichkeit, doch Cooper konnte auch im nüchternen Zustand imposante Erfolge verbuchen und seine Karriere neu starten.

„Super Duper Alice Cooper“ verbindet Audio-Interviews und zahlreiches Material von Konzerten, TV-Shows und Filmauftritten mit dramatischen Überschriften und medialer Präsenz. Sämtliche Höhepunkte seiner Karriere werden detailliert beleuchtet und durch Beiträge einiger der größten Musikikonen wie Iggy Pop, Elton John, John Lydon, Bernie Taupin, Dee Snider und natürlich auch Alice Cooper in Szene gesetzt. Dies ist die ultimative, ungewöhnliche und einzigartige Geschichte eines Mannes und Mysteriums, genannt Alice Cooper. Das Bonusmaterial umfasst gelöschte Szenen und Interviews.

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